Wer täglich joggt und Rad fährt, tut seiner Gesundheit Gutes. Soweit die verbreitete Meinung. Ein Mediziner sagt: Ausdauersport kann auch das Gegenteil bewirken.
Ausdauersport wie Joggen oder Rad fahren gilt generell als gut für die Gesundheit.
Nicht jedem tut das Traben über grüne Wiesen gut. (© Foto: iStockphotos)
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Manche Studien deuten jedoch darauf hin, dass die dauerhafte Anstrengung bei Menschen mit bestehenden Herzproblemen zu Rhythmusstörungen und sogar zum plötzlichen Herztod beitragen kann.
Der Mediziner Luis Mont vom Hospital Clinic in Barcelona berichtete auf einem Kongress in Berlin, dass in seinem Krankenhaus Marathonläufer, Radfahrer und andere Ausdauersportler auffällig häufig mit Herzrhythmusstörungen eingeliefert werden.
Dies gelte insbesondere für das Vorhofflimmern, die häufigste Rhythmusstörung des Herzens bei Menschen mittleren Alters.
"Angesichts der zunehmenden Zahl regelmäßiger Ausdauersportler ist es wichtig zu klären, welche sportlichen Empfehlungen man einzelnen Patienten geben kann und wie man bei ihnen am besten mit Herzrhythmusstörungen umgeht", sagt Wissenschaftler Mont.
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(AP/sueddeutsche.de/mmk)
Bundespräsident Gauck in Israel
"...dass die gefährlichste Zeit für Herzinfarkte vormittags zwischen zehn und zwölf Uhr liegt. Ursache sind der höher werdende Blutdruck sowie die ansteigende Herzfrequenz."
06Hansi:
"Sehr viel mehr sterben vor dem Fernseher und während des Schlafens."
---
was herzinfarkte betrifft , so ist diese aussage falsch.
nicht nachts, sondern am vormittag ist die gefahr eines herzinfarkts am größten, weil da das blut am schnellsten gerinnt und es am ehesten zu gefäßverschluss kommen kann.
ist da schon deutlich interessanter und lässt sich z.B. hier detaillierter nachlesen (englisch): http://www.physorg.com/news164783567.html
Eine Kernaussage ist wohl, dass der Herr Mont bei seinen Patienten mit akuten Herzrhythmusstörungen einen signifikant hohen Anteil von ehemaligen bzw. noch aktiven Ausdauersportlern gefunden haben will.
Und somit das Ausdauertraining evtl. ursächlich für die Rhythmusstörung sein
_könnte_.
Das wäre natürlich eine ganz andere Aussage als die Binsenweisheit, dass Menschen mit bekannten Herzerkrankungen ihren Ausdauersport zumindest vorsichtig betreiben sollten...
Aber durch die Zusammenfassung durch AP und die Umformung in eine griffige, pagehit-trächtige SZ-Kurzmeldung bleiben da wohl entscheidende Inhalte auf der Strecke.
Herr Bartens - übernehmen Sie!
;-)
meines vertrauens hat mir empfohlen
gehen sie nie auf eine intensivstation oder altenheim (als patient) .. die meisten verlassen es nicht lebend..
Da ist es doch glatt nicht ideal, wenn jemand, der Probleme mit dem Herz hat, einen Marathon läuft.
Liebe Süddeutsche Zeitung: Gut, daß ihr das berichtet habt! Ich wäre da jetzt nie selbst drauf gekommen! "Ein Mediziner sagt: Ausdauersport kann auch das Gegenteil bewirken." Dieser Satz hätte exakt in dieser Formulierung auch auf bild.de stehen können: Kurze, durch Doppelpunkte aneinandergereihte, skandalheischende Aussagen mit dem Konjunktiv "kann" in der Mitte. Ich würde ja nichts sagen, wenn so etwas eine einzelne Ausnahme wäre. Bedauerlicherweise tritt das "wir schreiben so, daß wir möglichst viele Page Impressions bekommen" mitlerweile recht deutlich zwischen den Zeilen auf den Internetseiten hervor.
Liebe Süddeutsche Zeitung: Nicht das Volumen an Artikeln macht's. Manchmal ist weniger mehr.
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