Unfreundliche Ärzte, Einreise- und Adoptionsverbote - die Phobie vor dicken Menschen treibt zuweilen skurrile Blüten. Welche Macht haben Diäten über uns?
Dicksein ist keine Privatsache mehr. Wer dick ist, verursacht Kosten und stört das Gesamtbild. Betrachtet man die überbordenden Diätangebote in Magazinen und Büchern, könnte man meinen, eine Fett-Phobie habe unsere Gesellschaft erfasst.
Fröhlich und ungeniert: Immer mehr dicke Menschen zeigen, was sie haben. (© Foto: dpa)
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Die Angst vor den Dicken treibt mitunter skurrile Blüten. Immer mehr Menschen sind es leid, sich diskrimieren zu lassen und schließen sich in Organisationen wie dem Hamburger Verein "Dicke e. V." zusammen. Stephanie Freiin von Liebenstein hat die "Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung" gegründet. Zum heutigen Anti-Diät-Tag haben wir sie zur Situation von dicken Menschen in unserer Gesellschaft befragt.
sueddeutsche.de: Wir leben in einer aufgeschlossenen Gesellschaft. Wieso glauben Sie, dass dicke Menschen eine Lobby brauchen?
Stephanie von Liebenstein: In Deutschland haben Menschen mit einem BMI über 30 in der Regel keine Chancen verbeamtet zu werden. Außerdem herrscht eine regelrechte Hysterie um Abspeckprogramme für übergewichtige Kinder. Programme wie "Obeldicks" oder "AOK PowerKids" schaden nachweislich mehr (siehe offener Brief an die AOK), als sie die Kinder fördern. Was bleibt, sind seelische und körperliche Schäden und nicht etwa eine Hosengröße weniger.
sueddeutsche.de: In welcher Form findet die Diskriminierung statt?
von Liebenstein: Das fängt schon bei der Urlaubsplanung an. Die Diskussion um die Regelung bei der Air France etwa, nach der Übergewichtige für zwei Sitzplätze bezahlen sollen, weil sie auch mehr Raum brauchen. Dicke Menschen werden da wie Gepäckstücke behandelt. In Neuseeland dürfen Frauen wegen eines Bauchumfangs von mehr als 88 Zentimeter nicht einwandern. Bei Männern liegt der Wert bei 102 Zentimeter. In Ländern wie den USA, China und Großbritannien haben Übergewichtige erhebliche Probleme bei der Adoption.
Aber auch im Alltag müssen sich dicke Menschen so einiges gefallen lassen. Das fängt beim Einkaufsbummel an und hört beim Arztbesuch auf.
sueddeutsche.de: Magerwahn und Fitnesstrend sind allgegenwärtig. Wie schafft man es als übergewichtiger Mensch, sich in dieser Gesellschaft wohl zu fühlen?
von Liebenstein: Es sollte allgemein viel mehr darum gehen, dicke Menschen gesellschaftlich nicht auszusondern, sondern ihnen ein gutes Körperbild zu vermitteln. Dasselbe gilt auch für die Betroffenen selbst: Wenn man sich als Übergewichtiger wohl fühlen will, sollte man das schlechte Körpergefühl nicht zu sehr nach außen tragen. Studien haben ergeben, dass Menschen mit Gewichtsproblemen auch schlechter behandelt werden, wenn sie ihre Unsicherheit und ihren Frust zu sehr zeigen. Menschen, die sich mit ihren Problemen an uns wenden, tun sich schwer, Maßnahmen zu ergreifen. Wenn man allerdings die Stärke hat, öffentlich gegen die Diskriminierung anzukämpfen, sollte man das auch tun. Unsere Arbeit hat nichts mit Glück zu tun, sondern damit, die Gesellschaft zu verändern.
sueddeutsche.de: Haben Sie denn das Gefühl, dass Ihre Arbeit etwas bewirkt?
von Liebenstein: In den vergangenen Jahren hat sich viel getan. Die Medien interessieren sich mehr für das Problem - dadurch wird die Aufmerksamkeit und die Akzeptanz in der Gesellschaft vorangetrieben. Es geht uns darum, ein Bewusstsein für das Diskriminierungsproblem zu schaffen, denn nur so kann sich langfristig etwas ändern.
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(sueddeutsche.de/vs/bgr)
Partyzone Flußufer
So sollte ein Wahlspruch lauten, mit dem sich Dicke oder auch mehr als Dicke
aus der Seelenqual, der an ihnen verbrochenen Diskriminierung zuerst kontern.
Denn nahzu jeder hier niedergelassene Arzt betreubt bei seinen Patienten die Gleichmacherei, was das Gewicht angeht.
Ich selber gehöre auch nicht zu den Hungerhaken und wenn ich mal bei einem Arzt auftauche, der mich noch nicht kennt, kommen schon nach dem ersten Gepräch
die g
fragen über mein Gewicht und was ich dagegen zu machen gedenke; ich hätte
ja von vorneherein zu hohes Cholseterin, meine Leberwerte wären jenseits von "Afrika", und überhaupt mein, durchaus überdurchnottlich vorhandener,
Muskelapparat könne mein Fett nicht tragen. Zudem gingen mein Gelenke
dahin. Und mein Blutdruck ach Gott wo wird der sich denn ansiedeln; zudem
wäre mein Herz verfettet, wobei ich noch nich am Ende der Horrorgeschichte bin.
Etwas genervt sage ich ihm dann, er solle es doch darauf ankommen lassen,
dann wisse er wie gesund eine gewisse Portion Übergewicht sei.
Nun war ersichtlich "pikiert" ob der Sinlosigkeit sener Predigt und begann das
übliche Procedere.
Blutdruck, top; Beweglichkeit, wesentlich besser als er sich scheinbar"eralpträumt" hat; Lungenvolumen, erstklassig; Kondition am Ergometer, ok könnte besser sein,
bin aber nicht im Training; EKG, ohne den geringsten Befund; der Doc kam ins Grübeln.
Blutabnahme zwei Tage später Auswertung bei ihm: Cholesterin, HDL höher als LDL; er sichtlich geschockt; Leberwerte, ok; Zucker fast am unteren Bereich; und ansonsten vollkommen gesund.
Auf seine Frage hin wie ich mich ernähren würde, bekam er zur Antwort wenn es
mir möglich ist immer frisches Fleisch, frische Wurst; Eier, Obst und Gemüse; echte Butter und als Beilage was mir schmeckt.
Da sagte er, ich würde seine Meinung leider nicht entsprechen und er könne mir
so sehr er es bedauere, mir nicht guten Gewissens empfehlen zu können abzunehmen, denn er merkte, dass ich gerade wegen meines Übergewichts
mental super drauf bin.
Deshab sollten die Mageren und Hungerhaken es lassen versuchen die Dicken und auch Fetten, die gesund sind und denen ihr Gewicht sicher weniger schadet als
die ständige nervenzerfressende Hatz danach das "Ideal" von Kino, Fernsehen und Modezeitungen zu erreichen oder den echt für die "Katz" erfundenen BMI
zu jagen, zu diskriminieren oder u verspotten.
Denn welche(r) Dünne(r) hat es schon gerne sich den Spruch anzuhöre
Sie wollen doch aber wohl nicht behaupten, dass die Menschen im Süden darum hungern müssen, weil im Norden zu viel gegessen wird?
Es ist wahr, dass die Mittel und die Güter dieser Erde ungerecht verteilt sind. Aber das ist ganz bestimmt nicht die Schuld der Übergewichtigen.
Dicke halten uns den Spiegel vor, den Spiegel der hässlichen Realität. Im Süden sterben die Menschen an Unterernährung im Norden an Übergewicht. So ist das im Kapitalismus, dem System der Antiharmonie.
Sie verallgemeinern da können Sie auch sagen dass alle Deutschen im Ausland unbeliebt sind oder alle Amerikaner sind dumm etc. Das stimmt einfach nicht. ich hatte lange starkes übergewicht und habe viele Versuche gemacht (optifast, trennkost) irgendwann habe ich mit metabolic balance angefangen und über einen zeitraum von 2 Jahren 35 kg abgenommen. Meine Blutwerte waren immer so perfekt, dass sich meine Ärtzin immer gewundert hat wie das möglich ist. ich habe viele dünne Freunde, die Probleme mit Cholersterin, Bluthochdurck usw. haben. ich garnicht.
ich habe im meinen Berufleben von immerhin 25 Jahren vielleicht 2 Wochen Krankenstand auf meinem "Konto"
Meine Erfahrung ist, dass viele Krankenkassen lieber die Folgekosten bezahlen als zum Beispiel die einmalige Metabolic Gebühr (in meinen Fall).
die im Artikel genannte AOK ist da sicher eine der innovativsten Krankenkassen.
ich kenne keinen dicken Menschen der gerne dick ist und nicht etwas ändern will. Es ist ein schwieriges Unterfangen über lange Dauer viele Kilos anzunehmen.
Die Menschen in den entwickelten Ländern werden immer Dicker, das ist statistisch nachgewiesen.
Die Dicken wollen dünner werden, das ist ebenfalls ein Fakt. Die Dicken stellen für sich selbst und für das Gesundheitssystem ein Problem dar. Das zu leugnen ist einfach ignorant.
Jede Frauenzeitschrift bietet in regelmäßigen Abständen selbstgestrickte Diäten von irgendwelchen Experten an und verdient damit Geld. Das ist allerdings eines der Hauptprobleme. Vorübergehende Diäten sind Kontraproduktiv. Mit jeder Diät werden die Betroffenen immer noch fettleibiger, weil der so genannte Jojo-Effekt ihnen den Erfolg nicht nur zu Nichte macht, sondern ihn ins Gegenteil verkehrt.
Wer abnehmen möchte sollte nach USA schauen. Dort sind die Mittel um abzunehmen viel professioneller als das in Europa bisher üblich ist. Abnehmen erfordert allerdings eine nachhaltige Umstellung der Ernährung und der Lebensgewohnheiten. Professionelle Hilfsmittel sind teuer und erfordern ebenfalls eine nachhaltige Veränderung der Lebensgewohnheiten. Das wollen die Dicken aber nicht. Sie suchen n ach der Pille, die mühelos ihr Fett schmelzen lässt. Nachdem diese Pille leider bisher nicht existiert und die Zeitschriften-Diäten für zusätzlichen Frust sorgen, machen sie jetzt offensichtlich aus der Not eine Tugend. Diese Verhaltensweise zu werten würde vermutlich gegen die Netiquette verstoßen
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