Dieses politische Werbemittel hat schon viele Wahlkämpfe und Protestbewegungen überdauert: Eine kleine Geschichte des Button.
Es ist ein Bekenntnis, oft genug ein Glaubensbekenntnis; der Träger heftet es sich an die Brust, weil es um eine Herzenssache geht. Beim demokratischen Nominierungsparteitag in Denver kann man es wieder erleben: Wer seinen Kandidaten liebt, trägt Button.
Pop-Art auf dem Button: Der Träger dieser Obama-Anstecknadel bekennt Farbe. (© Foto: AP)
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Die Stecknadel-Propaganda kann gar nicht pathetisch genug sein: Barack Obama als Heilsbringer mit Sternenbanner, Obama neben der aufgehenden Sonne und als Popstar in Warhol-Anmutung, als Friedensstifter, Umweltschützer und geistiger Bruder an der Seite seines großen Vorbilds John F. Kennedy.
Ein Button, der die Nation polarisiert
Die Obamisten sind bestens gerüstet für die Kampagne ums Weiße Haus. Genauso wie die Anhänger von John McCain, dessen weißhaariges Haupt ebenfalls auf bunten Scheiben abgebildet wird. Der Button als politisches Werbemittel ist in den USA populärer denn je, ganz besonders in einem Wahlkampf, der die Nation polarisiert.
Praktisch sind die Anstecker auch, und so blüht der Versandhandel im Internet: Eine kaum zu überschauende Anzahl von Produzenten bieten Obama und McCain für ein paar Dollar an. Beliebt sind auch Buttons mit Spottversen und Schmähkritik. Unter Präsident Clinton waren noch zotige Anspielungen auf sein Verhältnis zur Praktikantin Monica Lewinsky beliebte Ansteck-Motive ("Bill Clinton is orally wrong"), während die Häme bei George W. Bush keine Grenzen mehr kennt: Er wird wahlweise als Kriegstreiber, Lobbyist der Ölindustrie und texanischer Dorfdepp angeboten.
Patriotismus auf der Brust
Seit mehr als hundert Jahren brüsten sich Parteigänger in den USA mit ihren Abzeichen. Wer das Ding erfunden hat, ist eine schwierige Frage: Angeblich gab es eine frühe Version zu Zeiten Abraham Lincolns, der vor dem Bürgerkrieg 1860 einen der härtesten Wahlkämpfe der Geschichte führte.
Als Massenprodukt kam der Button 1896 auf den Markt, als William McKinley ins Rennen um das Weiße Haus ging. Kandidaten kamen und gingen, Kampagnen wiederholten sich, der Anstecker blieb haften.
Überhaupt neigen die Amerikaner dazu, sich eindeutig festzulegen: Inzwischen ist es Pflicht, dass sich Politiker einen kleinen Metall-Pin - die etwas dezentere Variante des Button - in Form der US-Flagge an die Brust heften. Patriotismus muss man möglichst dekorativ zur Schau tragen, wenn man gewinnen will.
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Voreiliges Buch "Der Pott ist dahoam"
... nach wie vor in Schubladen stecken scheint weiterhin ansteckend zu sein! Fatal wäre es doch, wenn es denn so wäre, dass man "Anstecker" immer nur mit Politik, Propaganda und Protest verbinden kann. Ein Anstecker oder eine Anstecknadel ist seit Urzeiten auch ein Modeaccessoire, wo das damit auszudrückende Statement wahrlich wenig mit den o.g. genannten "3 P" zu tun hat. Es ist die vielseitige Verwendbarkeit eines Ansteckers, der gerade durch seine Dezenz es vermag den Träger zu distinguieren und seinen Appeal zu akzentuieren!
Just my two coins.
Gruss aus Pforzheim
Nadja
(http://www.identity-sign.de/)
.... können wir uns bei Politikern mit einer "Heftung" helfen.