Würzburger Theologen haben nach den Wochenend-Gewohnheiten der Menschen geforscht. Das Ergebnis: Der Sonntag steht nicht länger im Mittelpunkt.
Volle Kirchen sind eine Seltenheit geworden - viele Menschen schlafen sonntags lieber aus. Theologen denken nun darüber nach, die Uhrzeiten der Gottesdienste zu ändern. Foto: dpa
Guido Fuchs, Theologe und Buchautor aus Würzburg: "Aus unserer Studie geht deutlich hervor, dass der Sonntag mittlerweile zu jenem Tag geworden ist, an dem man sich ausruht, auf der Heimfahrt im Stau steht oder - als Alleinstehender - depressiv wird. Der Tag des Herrn geht im Wochenende unter.
Dagegen ist der Samstag der Tag der Freizeit; die Menschen kaufen ein, machen Ausflüge oder gehen feiern. Deshalb hat der Samstag den Sonntag als Höhepunkt der Woche abgelöst.
Die Kirchen müssen diesem veränderten Freizeitverhalten Rechnung tragen, indem sie zum Beispiel die Uhrzeiten für den Beginn der Gottesdienste ändern.
Verweigern sich die Kirchen der neuen Zeiteinteilung, wird ein Gottesdienstbesuch demnächst als kulturelle Verhaltensanomalie wahrgenommen."
(SZ vom 17.06.2009/mes/bre)











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