Statistisches Bundesamt:Ehepaare bleiben länger zusammen

Ehen, die in Deutschland geschieden werden, halten im Durchschnitt 14 Jahre und sieben Monate. (Foto: dpa)

14 Jahre waren Ehepartner im vergangenen Jahr durchschnittlich zusammen, bis sie sich scheiden ließen. Damit zerbrechen viele Ehen noch vor der Silberhochzeit. Doch im Vergleich zu vor 20 Jahren halten es die Partner heute länger miteinander aus.

Jede dritte Ehe wird in Deutschland geschieden - dieses Ergebnis des Statistischen Bundesamts ist nicht wirklich neu. Doch die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Paare länger zusammenbleiben bis sie sich trennen.

So waren Ehepaare, die sich 2012 scheiden ließen, im Durchschnitt 14 Jahre und sieben Monate verheiratet. Zwar endet die Ehe damit weit vor der Silberhochzeit. Aber 20 Jahre zuvor betrug die durchschnittliche Dauer einer geschiedenen Ehe nur 11,5 Jahre.

Insgesamt landeten im vergangenen Jahr 179.100 Ehen vor dem Scheidungsrichter. Nur 4,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Fast die Hälfte der Paare hatte Kinder unter 18 Jahren.

Meist geht die Initiative sich scheiden zu lassen von den Frauen aus. In 53 Prozent der Fälle wurde der Scheidungsantrag von ihnen gestellt, der Mann reichte in 40 Prozent der Fälle die Anträge ein. Sehr selten entschieden sich beide Ehegatten gemeinsam für die Scheidung.

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