Kam jemand zu spät zu Jackson - oder kam ein schlechter Arzt zu früh...? Die Antwort kennen wir nicht. So ist das Leben der Superstars ein Leben in extremen Spannungsfeldern. Der Erwartungsdruck ist kaum nachvollziehbar: Fans und Business-Partner würdigen nicht ein Lebenswerk, sondern immer nur den jeweils letzten Erfolg. Diesen gilt es zu übertrumpfen.
Arthur Cohn ist der einzige Filmproduzent in der Geschichte Hollywoods, der sechsmal mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. (© Foto: ddp)
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Aber konnte das Jackson, der mit 104 Millionen verkaufter CDs von "Thriller" ins Guiness-Buch kam? Konnte er dies jetzt, als 50-Jähriger, der so viel Kraft verlor in Prozessen und privaten Angelegenheiten, wiederholen? Michael Jackson war die Kerze, die an zwei Enden brannte. Die Antwort gab das Schicksal am Donnerstag. Die Anforderungen sind unvorstellbar hoch, die Perfektion, die verlangt wird, ist extrem.
Peter Borsari, der legendäre Hollywood-Fotograf, wurde einmal Zeuge davon. Er fotografierte in Monte Carlo bei den "World Music Awards" die Hauptprobe mit Michael Jackson. Nach der Probe kamen Bodyguards zu Peter, der damals noch auf Film fotografierte. "Geben Sie uns alle Filme", herrschten sie ihn an." Peter fragte, was los ist. "An einem Finger von Herrn Jackson ist ein kleines Pflaster zu sehen, solche Fotos dürfen nicht verwendet werden." Peter Borsari öffnete seine Nikon-Kameras und übergab die Filme.
Es ist für viele ein Ziel, ein Star zu sein. Aber die meisten erholen sich in Städten und Ländern, in denen man sie nicht kennt. Aber für Michael Jackson, den Mega-Star der Mega-Stars, gab es keine einzige Ecke auf dieser Welt, wo man ihn nicht erkannte und belagerte. In Karatschi war er so bekannt wie in Straubing, in Brisbane so berühmt wie in Lagos. Und selbst in Iran konnte man seine Melodien nicht unterdrücken.
Jetzt ist Michael Jackson nicht mehr von Paparazzi aufzuspüren. Der Hindernislauf durch ein Blitzlicht-Leben ist vorbei. Jetzt verbleibt in der Welt der Mega-Musik-Stars noch Madonna. Doch die Mega-Stars, das ist ein Trost, verlassen uns nie. Die Stimme von Elvis ist gegenwärtig, und die Filme von Marilyn Monroe sind es auch. Und das Werk von Michael Jackson - dieses Wort ist angebracht - wird kommende Generationen begleiten.
Und auch alle, die sich nach seinem Tod jetzt einsam fühlen, wie es Michael Jackson in seinem Leben wohl oft sein musste. Der Einsamkeit widmete Jackson eines seiner schönsten Lieder - "You are not alone". Sie trösten auch kommende Generationen: "You are not alone/ I am here with you / Though we're far apart / You're always in my heart / You are not alone.
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(SZ vom 29.06.2009/bre/rus)
Partyzone Flußufer
Kaum ist er gestorben, ist alles toll am selbsternannten King of Pop, der angebeblich mehr Tonträger verkauft hat als irgendein Sänger sonst - angeblich, denn er hat ja gerne selbst mit diesen Zahlen jongliert, um sich selbst an eine sehr fragwürdige Spitze zu stellen. Mir tun in diesen Tagen die vielen wirklich tollen Alt-Stars Leid, die nach einer langen Karriere immer noch geile Musik machen und auf Tour sind. Von denen spricht keiner, denn es geht nur noch um das aufgeblasene Marketingprodukt Jackson, einen überschätzten Künstler, der letztendlich nur wenige Alben herausgebracht u. sich künstlerisch kaum entwickelt hat. Möge die sinnentleerte Berichterstattung wenigstens die Auflagen steigern, dann hat sie zumindest der Verlagsbranche genutzt.
könnte mir vorstellen ,das es daran gelegen hat-ich gelobe besserung!!! Danke für den Tip!!
...... muss weit gestreut sein. Insofern ist es für mich völlig normal, dass weiterhin über Michael Jackson berichtet wird. Es ist leider in der Tat so, dass ich erst anfing, über ihn mal zu reflektieren, als er eben tot war. Die Zeitungen haben sein Leben etwas mehr aufgeschlüsselt, das Fernsehen auch.
Und da sah ich z.B. einen ganz und gar ge- und zerbrechlichen Jungen, der nie erwachsen werden konnte/wollte, einen verletzten Jungen, der aber trotzdem anderen Menschen durch seine Musik sehr viel geben konnte. Und auch wenn ich aufgrund meines Alters eher zur Beatlles- und Bee Gees-Generation gehöre, so gab es doch viele Lieder von ihm, die auch mich mitgerissen haben.
Und jene, die ihn insbesondere aufgrund seiner Musik sehr mochten und schätzten, sollen doch nun bitte über die Medien die Möglichkeit bekommen, sich von ihm zu verabschieden. Was ist denn daran um Gotteswillen schlimm, dann blättere ich eben die Papier- oder Internet-Zeitung einfach um, ich bin auch nicht verpflichtet, einen ganzen Abend ein Programm im Fernsehen anzuschauen. Ich kann nicht verstehen, was daran so verachtenswert ist, dass in den Medien Themen aufgeworfen werden, die den einen oder anderen eben nicht interessieren - ich kann ja ausweichen!!!
die hälfte meines kommentares wurde warum auch immer nicht publiziert
nicht jeder artikel muss gelesen werden-und zu guter letzt bitte unterlassen sie ihre polemik!!!
Paging