Kein "Gabba Gabba Hey" mehr: Johnny Ramone, Gitarrist und Mitgründer der US-Punkband "The Ramones", ist im Alter von 55 Jahren gestorben.
Nach Angaben seines Agenten erlag der Musiker am Mittwoch in seinem Haus in Los Angeles den Folgen seiner Krebserkrankung. Ramone litt seit fünf Jahren an Prostatakrebs. Er starb im Schlaf, umgeben von seiner Familie und Freunden wie Eddie Vedder, Lisa Marie Presley und Pete Yorn.
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Bleibt nur noch Tommy
Der Sänger der legendären Punkrock-Band, Joey Ramone, starb 2001 im Alter von 49 Jahren an Lymphdrüsenkrebs. Bassist Dee Dee Ramone starb 2002 an einer Überdosis Drogen, von den ursprünglichen Bandmitgliedern lebt lediglich noch Drummer Tommy. Die Band wurde 1974 gegründet, 2002 wurden The Ramones für Titel wie "I Wanna Be Sedated" und "Blitzkrieg Bop" in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Am Sonntag spielten bei einem Tribute-Konzert zur Feier des 30-jährigen Bandjubiläums in Los Angeles die Red Hot Chili Peppers, Henry Rollins und weitere Musiker. Die Einnahmen kamen der Krebsforschung zugute.
Ramone kam mit dem bürgerlichen Namen John Cummings zur Welt und gründete die Band 1974 in New York, um nach eigenen Angaben "den Rock wieder zu seinen Anfängen zurückzuführen: sexy, knallhart, rabiat, komisch." Mit ihren Lederjacken, zerrissenen Jeans und ihrem primitiv-flippigen Sound waren die Ramones eine Reaktion auf den gesetzten Stadionrock der siebziger Jahre.
Mit pubertären Liedern wie "I Wanna Be Sedated", "Sheena Is a Punk Rocker" und "Now I Wanna Sniff Some Glue" standen die Ramones an der Speerspitze der Punk-Musik, die von Gruppen wie The Sex Pistols und The Clash fortgesetzt wurde. Später beriefen sich Gruppen wie die Red Hot Chili Peppers und Nirvana auf die Ramones. Jahrelang bemühte sich die Band vergeblich, den Erfolg ihrer ersten LP von 1976 zu wiederholen, knapp 20 Jahre später löste sie sich auf. Erst vor wenigen Jahren wurden die Ramones in die "Rock and Roll Hall of Fame" aufgenommen.
Laut der offiziellen Ramone-Homepage schrieb Johnny zusammen mit dem Washington Times-Reporter Steve Miller an seinen Memoiren. "Ich will meine Geschichte und die der Ramones in diesem Buch erzählen", sagte er laut der Online-Ausgabe des US-Magazins "Billboard". "Einige Leute werden überrascht sein, meine Version über das Leben der Ramones zu hören."
(AP/dpa)
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