Zum 70. GeburtstagLiza Minnelli, Schwulenikone voller Selbstironie

Jahrzehntelang lebte sie ein Leben zwischen schauspielerischen Triumphen und privaten Niederlagen, heute feiert sie ihren 70. Geburtstag. Schon lange steht sie nicht mehr im Schatten ihrer berühmten Mutter.

Von Robert Hofmann

Vor 70 Jahren wurde Liza Minnelli als Tochter von Judy Garland und Vincente Minnelli in Los Angeles geboren. Die Fußstapfen, in die sie treten sollte, waren gigantisch. Nicht, weil Judy Garland besonders groß gewesen wäre - tatsächlich wurde sie häufig auf mädchenhafte Rollen reduziert - sondern weil sie ein Megastar des Kinos der Dreißiger und Vierziger war. Ihre Rolle als Dorothy in "Der Zauberer von Oz" machte Judy Garland zu einer Ikone der Popkultur.

1974 sprach Liza Minnelli die Dorothy - in dem Zeichentrickfilm "Journey Back to Oz", der die Geschichte von "Oz" weitererzählte. Überhaupt scheint das Leben der Liza Minnelli zu einem großen Teil im Schatten ihrer überlebensgroßen Mutter stattgefunden zu haben: Ihren ersten Ehemann Peter Allen lernte Minnelli als den Protegé ihrer Mutter kennen. Die Ehe wurde geschieden. In den Siebzigern war sie mit Jack Haley jr. verheiratet, dem Sohn eines der Stars aus "Der Zauberer von Oz".

Liiert war Minnelli auch mit Martin Scorsese, Peter Sellers und zahlreichen anderen illustren Künstlern und Personen des öffentlichen Lebens.

Bild: imago stock&people 12. März 2016, 14:082016-03-12 14:08:58 © SZ.de/doer/holz