Mutwillig montiert von Frederic Huwendiek und Oliver Das Gupta

Ein wahrlich exklusives Gipfeltreffen: Alice Schwarzer philosophiert mit Dieter Bohlen über Frauen, Frauen und Frauen. Da fliegen die Fetzen, da hat man sich lieb.

Achtung: Die dargestellte Interview-Situation ist frei erfunden. Die Aussagen von Alice Schwarzer und Dieter Bohlen wurden zwar so getätigt - allerdings in völlig anderem Zusammenhang. Die Zitate stammen aus Interviews* und werden völlig sinnentstellt wiedergegeben.

Alice Schwarzer und Dieter Bohlen

Alice Schwarzer verrät ein kleines, schmutziges Geheimnis, Bohlen mampft Tiramisu. (© Bild: dpa/ Fotomontage sueddeutsche.de)

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Weltfrauentag. Am Morgen. Ein Tisch, Kaffee, Kuchen. Zwei schlecht rasierte Redakteure von sueddeutsche.de, Alice Schwarzer, Publizistin, und Dieter Bohlen, Musikproduzent.

sueddeutsche.de: Hallo Frau Schwarzer, hallo Herr Bohlen.

Dieter Bohlen (starrt auf sein Handy und murmelt): Hallo, ich bin der Dieter.

sueddeutsche.de: Kennen Sie sich eigentlich?

Bohlen (gelangweilt): Ja, wir kennen uns.

sueddeutsche.de: Danke, dass Sie Zeit für dieses Gespräch gefunden haben. Wir können Ihnen leider nur Kaffee und Kuchen anbieten - Tiramisu gibt es auch.

Bohlen (grinst): Ich hätte auch umsonst mitgemacht.

Alice Schwarzer (etwas ungehalten): Worüber wollen wir reden?

sueddeutsche.de: Heute ist Weltfrauentag. Also: über Frauen!

Bohlen (auftrumpfend): Na klar! Ich kann Sprüche wie am Fließband raushauen, das habe ich jahrelang bewiesen.

Schwarzer: Ich bin es leid, eine Frau zu sein. (Miene verfinstert sich)

sueddeutsche.de: Dann gehen wir das Thema anders an: Herr Bohlen, Ihnen werden ja viele Frauenkontakte nachgesagt...

Bohlen (stolz): Ich bin Realist: DER hat solch eine Macht. Geiles Gefühl...

Schwarzer (unterbricht energisch): Aargh! Das sind ja Abgründe! Das haben Sie unverhüllt gesagt. Es interessiert Frauen herzlich wenig, wie lang ein gewisses Körperteil ist. Es tut mir leid, keine Frau, auch keine junge sagt: "Ich möchte gerne mal wieder ficken."

Bohlen (keift mit Fistelstimme): Was soll das? Ich habe schon immer polarisiert. Ich lasse Sie doch auch einfach reden.

Schwarzer: Ich finde, Sie sollten Ihre männliche Verunsicherung konstruktiver umsetzen, nicht nur in Phantasmen und Aggression. Gerade Ihr Männertyp hat doch vom Feminismus mächtig profitiert!

Bohlen: Also, das finde ich echt gemein! Da bin ich wieder der einzige, der ehrlich seine Meinung sagt, und schon hassen die Leute mich wieder dafür.

(Schwarzer packt ihre Handtasche und schnellt vom Stuhl hoch)

Schwarzer (giftig): Ich verrate Ihnen ein schmutziges, kleines Geheimnis: Wenn Sie hören könnten, wie manche Frauen so über ihre Männer reden - Sie würden weinend zusammenbrechen.

sueddeutsche.de: Bitte beruhigen Sie sich. Beide!

Bohlen (maulend): Ich bin doch nicht dekadent und Scheiße!

sueddeutsche: Das hat auch niemand so gesagt, zumindest nicht in diesem Raum. Frau Schwarzer, auch wenn es nicht leicht ist, bitte bleiben Sie bei uns.

Schwarzer (lässt sich seufzend auf den Stuhl zurückfallen): Das ist manchmal schwer, aber es ist ein ganz gutes Training.

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