Die deutsch-österreichische Koproduktion "Das Weiße Band" und der österreichische Schauspieler Christoph Waltz können sich Hoffnungen auf einen Oscar machen.
Mit der Bekanntgabe der Oscar-Nominierungen hat an diesem Dienstag die Endrunde der diesjährigen Filmpreis-Saison begonnen. In der Kategorie bester nicht englischsprachiger Film wurde das deutsche Drama Das weiße Band nominiert. Der Film des österreichischen Regisseurs Michael Haneke gewann bei den Filmfestspielen in Cannes bereits den Hauptpreis, die Goldene Palme.
Der österreichische Schauspielstar Christoph Waltz ist nach vielen Preisen für seine Nebenrolle in Quentin Tarantinos Kriegssatire "Inglourious Basterds" nominiert (© Foto: dpa)
Anzeige
Der österreichische Schauspielstar Christoph Waltz ist nach vielen Preisen für seine Nebenrolle in Quentin Tarantinos Kriegssatire Inglourious Basterds nun auch für einen Oscar als bester Nebendarsteller nominiert worden. Waltz spielt einen zynischen SS-Offizier, der in den von den Deutschen besetzten Gebieten des Zweiten Weltkriegs nach "Juden jagt". Waltz hat für diese Rolle schon einen Golden Globe gewonnen.
Hollywood-Star Anne Hathaway gab die Anwärter für Hollywoods begehrteste Auszeichnungen gemeinsam mit Tom Sherak, dem Chef der Amerikanischen Filmakademie, in Los Angeles bekannt.
An der Spitze der Nominierungsliste stehen das Science-Fiction-Spektakel Avatar und das Irakkriegs-Drama The Hurt Locker (deutscher Titel: Tödliches Kommando) mit jeweils neun Nominierungen. Die Oscar-Verleihung findet am 7. März in Los Angeles statt.
Im Video: Der deutsche Film "Das weiße Band" hat Chancen auf einen Oscar. Das Drama des österreichischen Regisseurs Michael Haneke wurde bei den Oscar-Nominierungen in Los Angeles in der Kategorie bester nicht englischsprachiger Film vorgeschlagen. Ebenfalls hoffen kann der Schauspieler Christoph Waltz. Der österreichische Schauspielstar ist nach vielen Preisen für seine Nebenrolle in der Kriegssatire "Inglourious Basterds" nun auch für einen Oscar nominiert worden.
(dpa/woja/ bgr)
Brasiliens Präsidentin Roussef
Eine eigentliche Hauptrolle gibt es ja nicht (wie Pulp Fiction ein "Ensemblefilm"). Nebenrolle ist zwar auch nicht ganz korrekt ausgedrückt, vor allem in diesem Fall, aber dafür gibt es wohl keine eigene Kategorie.
Wenn ich mich recht entsinne, können die Studios selbst entscheiden, für welche Kategorien sie ihren Filmen bzw. das daran beteiligte Personal vorschlagen. Zumindest gab es vergangenes Jahr die Nachricht, dass Pixar "Wall-E" auch ins Rennen um den besten Film schickt (was sie dieses Jahr auch mit "Up", und dieses Mal erfolgreich, getan haben), wohingegen die vorigen Pixar-Filme nur für die "Bester animierter Film"-Kategorie "angemeldet" waren.
Dahinter stecken dann oft strategische Gedanken, Screentime alleine ist bei der Unterscheidung zwischen Haupt- und Nebendarsteller nur selten alleiniges Unterscheidungskriterium. Anthony Hopkins hat für seinen nicht einmal 25 Minuten dauernden Auftritt in "Das Schweigen der Lämmer" beispielsweise den Oscar für die beste Hauptrolle erhalten.
Bei Waltz könnte ich mir unter anderem vorstellen, dass das Studio die Konkurrenz in der Nebendarstellerkategorie für einfacher hält.
diese frage kam mir ebenfalls sofort beim lesen.........
Was ich nicht versteh: Wieso NEBENdarsteller? Wer war den bitte der Hauptdarsteller in IG wenn nicht Waltz als Hans Landa? Die Rolle war doch eindeutig größer als Lt. Aldo Rain (Brad Pitt) oder als Daniel Brühl`s Rolle!
Als cineastisch unbedarfter eine Frage an Experten hier: Wie wird von Oscar- bzw. GG- Jury eigentlich bestimmt, wer Haupt- und wer Nebendarsteller ist? Ist das Willkür oder gibt es da Richtlinien?
Danke!