Verschollene Max-Pechstein-Sammlung Die Brücke

Max Pechstein: Männerbildnis, 1917.

(Foto: Privat / VG-Bildkunst, Bonn 2018)

Seit sie in der NS-Zeit verloren gingen, forschen zwei Familien nach 41 Bildern des Expressionisten Max Pechstein, die einst in ihrem Besitz waren. Die eine in Amerika, die andere in Deutschland. Sie wissen: Es geht längst um mehr als um Kunst.

Von Nicolas Richter

Hans und Barbara haben sich sehr geliebt. "Wir sind schon verheiratet auf die Welt gekommen", sagten sie. Sie waren immer zusammen, und als es Zeit wurde zu gehen, gingen sie fast gleichzeitig. Er starb im Januar, sie im September.

Erst danach begriff ihre Tochter Kendra, dass es im Leben der Eltern noch eine andere Leidenschaft gegeben hatte - eine, mit der Hans Heymann gegen das Unrecht der Nazi-Zeit ankämpfte. Er war als Jugendlicher aus Hitler-Deutschland nach Amerika geflohen; oft erwähnte ...