Das war's mit Asien: Die Reunion-Tournee der Spice Girls wurde als großer Abschied angekündigt, jetzt findet der Abgesang vorzeitig statt. Die Girlie-Band verkürzt ihre Tournee - über die Gründe wird munter spekuliert.

Die Mädchenband Spice Girls kürzt ihre im Dezember begonnene Welttournee um einige Stationen ab. Die Konzerte in Peking, Schanghai, Hongkong, Sydney, Kapstadt und Buenos Aires müssten wegen persönlicher Verpflichtungen ausfallen, teilten die Spice Girls am Freitag in London mit. Damit endet die Tour, die nach zehnjähriger Pause die Sängerinnen erneut vereinte, mit dem Konzert in Toronto am 26. Februar.

Bild vergrößern

Es sollte eine phänomenale Reunion-Tour werden. Jetzt ziehen sich die Spice Girls vorschnell zurück. (© Foto: AP)

Anzeige

Zuvor waren die Spice Girls bereits in Kanada, USA, Spanien, Deutschland und Großbritannien aufgetreten. Die Tournee sollte ursprünglich bis Juni dauern.

Will Mel C nicht mehr?

Medienberichten zufolge soll der finanzielle Erfolg und das Publikumsinteresse enttäuschend gewesen sein. Der Sprecher der Band dementierte diese Spekulation: "Wegen einer phänomenalen Nachfrage nach Tickets in Großbritannien und in den USA war es nicht möglich, dass alles in den Tourplan passte", erklärte er.

Die Zeitung The Sun berichtete, die Welttournee sei gestutzt worden, weil Mel C ("Sporty Spice") keine Lust mehr auf die Gruppe habe und ihren eigenen Weg gehen wolle. Victoria Beckham, Mel C, Geri Halliwell, Mel B und Emma Bunton hatten im vergangenen Juni ihre einmalige Wiedervereinigung angekündigt, nachdem sie sich Ende der 90er Jahre getrennt hatten.

"Es tut uns wirklich Leid. Wie haben alle andere Verpflichtungen. Aber wer weiß, was als nächstes passiert", teilten die Spice Girls mit. "Es gab so viele Höhepunkte und gute Zeiten. Wir wissen, dass es sehr hart wird, wenn wir uns nach Toronto wieder trennen müssen." In London gaben die "Gewürzmädchen" wegen der hohen Nachfrage Extra-Konzerte. Das Comeback wurde als endgültiger Abschied von den Fans vermarktet.

Leser empfehlen 

(sueddeutsche.de/AP/dpa/kur)