Der amerikanische Film- und Fernsehschauspieler David Carradine ist erhängt in einer Hotelsuite in Bangkok gefunden worden. Die Polizei geht von Selbstmord aus.

Der amerikanische Film- und Fernsehschauspieler David Carradine ist erhängt in einer Hotelsuite in Bangkok gefunden worden. Die Polizei geht von Selbstmord aus. Carradine hielt sich zu Dreharbeiten in Bangkok auf.

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Die dortige US-Botschaft und sein Manager Chuck Binder bestätigten seinen Tod. "Es ist ein Schock", sagte Binder laut BBC. "Er war voller Leben, er wollte immer arbeiten. (...) Ein großer Mann." Wie die thailändische Tageszeitung "The Nation" in ihrer Online-Ausgabe berichtete, war der Schauspieler nicht zu einem Abendessen mit Kollegen erschienen. Auch telefonisch war er nicht erreichbar gewesen. Eine Hotelangestellte habe ihn beim Aufräumen des Zimmers gefunden. Ersten Ermittlungen zufolge hatte er sich mit einer Gardinenkordel erhängt.

Der 72 Jahre alte Kalifornier hat in seiner mehr als 40-jährigen Karriere in über 100 Kino- und Fernsehfilmen mitgespielt. Vor wenigen Jahren war er als Titelbösewicht in dem blutrünstigen Zweiteiler "Kill Bill" von Kult-Regisseur Quentin Tarantino ("Pulp Fiction") zu sehen.

Seine bekannteste Rolle hatte er in den 70er Jahren mit der Figur des buddhistischen Mönchs Kwai Chang Caine in der "Kung Fu"-Serie. In der Nachfolgesserie "Kung Fu: Im Zeichen des Drachen" spielte er die Rolle des gleichnamigen Enkels.

Carradine, am 8. Dezember 1936 in Hollywood geboren, stammt aus einer großen Darstellerfamilie. Nach einer bewegten Jugendzeit - er "sammelte" nach eigenem Bekunden Jugendstrafen - fand er Anfang der 60er Jahre zur Schauspielerei. Für das Kino arbeitete er mit Regisseuren wie Ingmar Bergman, Martin Scorsese und Hal Ashby zusammen. In der TV-Serie "Fackeln im Sturm" war er in den 80er Jahren als Bösewicht Justin LaMotte zu sehen.

(Nachruf folgt in Kürze!)

sueddeutsche.de

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