Ein bisschen Wahlkampf: Als erster amtierender US-Präsident tritt Barack Obama in einer Late Night Show auf - und schimpft auf die Moral der Manager.
Böse Zungen behaupten, Barack Obama sei am Ziel. Hatte er nicht versprochen, das Land zusammenzuführen? Jetzt ist es soweit: Alle reden über AIG und alle sind sich einig.
Barack Obama bei Jay Leno (© Foto: AFP)
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Die Angestellten des Versicherungskonzerns, zürnt Amerika, hätten ihrem Firmenkürzel einen neuen Sinn gegeben mit ihrer Arroganz, ihrer Inkompetenz und ihrer Gier. Haben sie nicht soeben Boni eingestrichen, obwohl sie ihren Konzern in den Ruin gewirtschaftet haben? Und sind es nicht die Steuerzahler, die letztlich für die Prämien aufkommen müssen, da AIG ohne Staatsmilliarden längst pleite wäre?
Wer will diese Fragen schon verneinen. Und so geschah Bemerkenswertes gestern in Washington. Im Abgeordnetenhaus, dem Schauplatz ewiger Grabenkämpfe, stimmten Demokraten und viele Republikaner gemeinsam für ein Gesetz. Eine 90-Prozent-Strafsteuer für Bonusbezieher wollen sie erlassen, aus Ärger über die Wall Street und ganz besonders über AIG. Natürlich hatte sich Obama etwas anderes vorgestellt, als er im Wahlkampf Überparteilichkeit versprach. Es ging ihm um Aufbruch, nicht Aufruhr, um Gerechtigkeit, nicht Groll.
Also versucht Obama die Wogen zu glätten. Er tourt durchs Land und veranstaltet Bürgerfragestunden, wie im Wahlkampf. Und er tut, was vor ihm kein amerikanischer Präsident getan hat. Er tritt auf in einer Late Night Show.
Zur Einstimmung gibt es Spott und Häme von Moderator Jay Leno. Natürlich nicht für den Präsidenten, sondern für AIG: "Die Washington Post berichtet, bei AIG hätten nicht die Mitarbeiter Boni erhalten, die die Krise verschuldet haben, sondern die, die sie reparieren sollen. So funktioniert es in meiner Welt: Behebt das Problem und streicht dann die Boni ein. Nicht andersrum." Den Zuschauern gefällt's und Leno lacht.
Er freut sich diebisch über seinen hohen Gast. Er hoffe doch sehr, sagt er, dass seine Sozialkundelehrerin heute zuschaue. "Wir sind gleich zurück mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten!", ruft er in die Kamera.
Nach der Werbepause betritt Obama die Bühne. Er winkt, klatscht in die Hände und Leno auf die Schultern. Die Zuschauer springen auf, Obama setzt sich hin. Er schlägt die Beine übereinander, vergisst, seinen Jackettknopf zu lösen, und macht ein paar Scherze, bevor es ernst wird.
Geduld ist erschöpft
Präsident zu sein, erzählt er, sei ein bisschen wie bei "American Idol" vorzusingen, nur dass jeder Simon Cowell sei. "American Idol" ist die US-Version von "Deutschland sucht den Superstar" und Simon Cowell der Dieter Bohlen Amerikas - auch wenn er wahrscheinlich auf eine Gegendarstellung beharren würde, wüsste er, wer dieser Bohlen ist.
Doch zurück zu AIG, zurück zur Krise, die eigentlich niemand mehr zum Lachen findet. Obama sagt: "Die Amerikaner verstehen, dass es eine Weile dauerte, bis wir in dieses Schlamassel gerieten und dass es jetzt eine Weile dauern wird, bis wir da wieder herauskommen." Der Präsident ist Optimist. Er fährt fort: "Ich glaube, sie werden uns etwas Zeit geben."
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67. Jahrestag der Bombardierung
Sie wünschten mehr Optimismus und sahen "Nörgelei" an dem Herrn Obama. Daraufhin habe ich Ihnen eine Massnahmen-Liste kommentiert. Nun lese ich aufmerksam Ihren Kommentar und frage mich: diese Punkte müssen Sie nicht für gleich wichtig halten, wie ich, aber exakt diese Form der "Aufsicht" (Sie nennen es Arbeitgeber der Politiker) müsste man wohl führen, nachfragen "wo bleibt die Handlung" - Sie werden mir zustimmen können, wenn ich sage, dass es nur mit Parolen wohl eher nicht in Gang kommen kann?
Dem Foristen von 15.46 der glaubt meinen Namen verballhornen zu müssen und darüber hinaus zu Mobbing aufruft: ist das alles was Sie zu bieten haben? Dann passt das - leider - recht genau ins Bild. Viel Lärm, viel Gewese.
natürlich haben wir hier eine andere Mentalität wie in den USA,
aber das die CDU und Frau Merkel KEINE Änderungen und Ergebinisse geliefert haben , Managergehälter oder Boni umstrukturieren oder Steuern drakonisch zu erhöhen beweisst nur wieder einmal das Politiker und in diesem Fall die CDU so weit verstrickt ist mit Managern und Personen der Wirftschaft das es ein Skandal sondersgleichen ist ...und kaum jemand fällt es in diesem Land auf !
Ich möchste die SPD jetzt nicht besonders hervorheben ...aber die SPD wollte es wenigstens durchsetzen und es ist an der CDU gescheitert !
denken wir alle bei der nächsten Bundestagswahl mal darüber nach ...
für mich hat die CDU meine Stimme verloren !
Der letzte Satz gefällt mir besonders gut. Ist eine Unart geworden in diesem Land, denn die Politiker tun sehr häufig so als ob sie schlauer wären als der Rest und wenn einer der mal im HartzIV mit 55 oder 60 landet wird bei den Ämtern die auf ihrem unkündbaren Posten sitzen wie Abfall behandelt.
Ja da muss sich was gehörig ändern, und solange man es dem so einredet und sie die ganze Zeit in die Ecke drängt kann man ja tun was man will. Hauptsache alle renne panisch, ängstlich und paranoid durch die Gegend
Sehen sie, das ist eben das Problem. Mit so einer Einstellung kommen wir eben zu dem, was wir jetzt schon haben. Ich bin damit unzufrieden.
Vor allem brauche ich kein Experte zu sein um zu wissen, dass eine Brücke nicht gebaut werden muss, damit sie da ist, sondern damit sie zwei Straßenenden miteinander verbindet, in dem sie ein Hindernis überbrückt. Das scheinen unsere Fachkräfte anders zu sehen, den es ist schon vorgekommen, dass eine Brücke gebaut wurde, ohne dass da eine entsprechende Strasse war.
Wenn ich mir die wundervollen Manager ansehe, mit welcher Fachlichen Ausbildung die an Unternehmen ran gehen, dann wundere ich mich nicht, wie schlecht es ihnen geht.
Ein Unternehmen lässt sich aber ohne Fachkenntnisse leiten. Ich kann als Bürger meine Mitarbeiter (die Politiker) durchaus Prüfen. Wenn ich sehe, dass uralte Straßenbeleuchtung unzählige Euros im Monat verprassen, kann ich durchaus fragen wieso die nicht schon längst ausgewechselt wurden. Wir können auch damit anfangen unsere Politiker damit zu nerven, dass die gefälligst nicht so viele Nebenjobs haben und sich auf das Konzentrieren, wofür sie von uns eingestellt wurden.
Uns Bürgern stehen viele Möglichkeiten zur Verfügung unsere Angestellten zu kontrollieren. Wir sollten es ihnen auch endlich klar machen, dass nicht wir für sie, sondern sie für uns da sin.
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