Kai Diekmann, so urteilten Richter jetzt wieder, treibe "Scherze auf Kosten" Anderer. Der erste Springer-Journalist hatte eine einstweilige Verfügung nicht hinnehmen wollen.
Am 19. November 2009 hatte Bild-Chefredakteur Kai Diekmann in seinem Blog spekuliert: "Wer ist Phall?" Diekmann versuchte, sich glossierend mit einer Penis-Skulptur an der Fassade des taz-Redaktionshauses in Berlin auseinanderzusetzen.
Arbeitet sich Diekmann (Bild) wirklich an Bommarius ab? (© Foto: dpa)
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Als möglicher "Phall" erwähnt wurde auch Christian Bommarius.
Der leitende Redakteur der Berliner Zeitung erwirkte daraufhin eine einstweilige Verfügung vor dem Landgericht Berlin. In der Antragsschrift hieß es damals u.a.: Es sei offensichtlich, dass Diekmann sich an Bommarius "abarbeitet, weil er es gewagt hat, vor einigen Jahren einen Artikel zu den Methoden der Bild-Zeitung" zu veröffentlichen.
Nun hat das Berliner Landgericht Diekmanns Widerspruch zurückgewiesen und die einstweilige Verfügung bestätigt. Der erste Journalist des Springer-Verlages könne sich nicht auf das Grundrecht der Kunstfreiheit berufen. Diekmann treibe, urteilen die Richter, "seine Scherze auf Kosten"' von Bommarius, "in dem er ihn ohne ein überwiegendes öffentliches Informationsinteresse als Opfer seines Spotts auswählt". Bommarius müsse es nicht hinnehmen, als Protagonist eines von Diekmann als witzig angesehenen Internet-Beitrages "gleichsam vermarktet zu werden".
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(SZ v. 25.01.2010/bgr/bilu)
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"Jede Aufklärung über die Bild-Zeitung ist vergeblich, weil es nichts über sie zu sagen gibt, was nicht alle schon wüssten ( ).
Bild wird gelesen, nicht obwohl, sondern weil das Blatt von nichts handelt, jeden Inhalt liquidiert, weder Vergangenheit noch Zukunft kennt, alle historischen, moralischen, politischen Kategorien zertrümmert;
nicht obwohl, sondern weil es droht, quatscht, ängstigt, schweinigelt, hetzt, leeres Stroh drischt, geifert, tröstet, manipuliert, verklärt lügt, blödet, vernichtet."
Hans Magnus Enzensberger
"Jedes Wort, dass er (der Journalismus) spricht, ist Lüge (Karl Kraus). Dergleichen ist heute, annähernd ein Jahrhundert später, fast Allgemeinplatz." Eckhard Henscheid.
Diese "Zeitung" ist menschenverachtend, diskriminierend und verbreitet auf platteste Art Unwahrheiten. Es ist ein Dokument niveaulosen "Journalismus", den zu unterbieten eine echte Herausforderung ist. Das manche Politiker denken, sie sollten auch dort ihre Meinung sagen, spricht nicht unbedingt für sie.
Sie haben Recht und danke für den Hinweis!
" Die BILD treibt nicht nur Scherze sondern geht zu oft den Weg der Volksverhetzung. Das es Politiker gibt die diesen Schundheft Interviews geben zeigt mir, dass Deutschland passend gemacht werden soll. "
Wenn nicht tagtäglich Millionen Deutsche dieses Blatt kaufen würden, würde sich auch kein Politiker damit abgeben.
Paging