Übergriffe in Hollywood Regisseur schneidet Kevin Spacey aus neuem Film

  • Regisseur Ridley Scott schneidet Kevin Spacey aus dem Film "Alles Geld der Welt", der im Dezember in die US-Kinos kommen sollte.
  • Alle Szenen sollen zügig mit einem neuen Schauspieler nachgedreht werden.
  • Eine TV-Moderatorin beschuldigt Spacey unterdessen, ihren Sohn belästigt zu haben.

Kevin Spacey wird gut einen Monat vor US-Kinostart aus dem Film "Alles Geld der Welt" ("All the Money in the World") herausgeschnitten. Wie aus dem Umfeld der Filmemacher und des Studios Sony bekannt wurde, soll Schauspieler Christopher Plummer die Rolle des amerikanischen Öl-Magnaten Jean Paul Getty in dem Geiseldrama übernehmen.

Die Dreharbeiten würden sofort beginnen, um den Starttermin zu halten. Die ursprünglichen Szenen mit Spacey werden demnach alle neu aufgelegt. Weitere Stars in dem Film von Regisseur Ridley Scott sind Mark Wahlberg und Michelle Williams. Wahlberg und Williams hätten dem Schritt zugestimmt, berichtet das Portal Deadline Hollywood.

Der Film sollte am 22. Dezember in die US-Kinos kommen, in Deutschland ist der Start erst im kommenden Jahr vorgesehen. Die Premiere von "Alles Geld der Welt" war für den 16. November in Los Angeles im Zuge des Filmfests AFI geplant, wurde nach den sexuellen Belästigungsvorwürfen gegen Spacey dann aber abgesagt. Die Macher der Erfolgsserie "House of Cards" haben Spacey ebenfalls entlassen.

Neue Vorwürfe

Am Mittwoch erhob auch die frühere TV-Moderatorin Heather Unruh Vorwürfe gegen Spacey. Dieser habe in einer Bar in Massachusetts ihrem 18-jährigen Sohn zahlreiche Drinks bezahlt, was wegen der Alkoholfreigabe ab 21 bereits illegal wäre. Im Laufe des Abends habe Spacey ihm dann gegen seinen Willen die Hand in die Hose gesteckt.

Der Sohn habe inzwischen Anzeige erstattet, die Polizei ermittle in der Angelegenheit, so Unruh.