Vom Rasenplatz ins Studio: Bei seinem ersten Auftritt als Experte mit Johannes B. Kerner im ZDF zeigte Oliver Kahn leicht verdaulichen Fußball-Talk.
Der Wind pustete in Helsinki, als der Titan, das Urgestein des modernen Fußballsports, Oliver Kahn, den zweiten Teil seiner erfolgsverwöhnten und scheinbar nie enden wollenden Karriere einläutete.
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Johannes B. Kerner (l.) und Oliver Kahn präsentierten leicht verdaulich zubereitete Fußballkost. (© Foto: dpa)
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Das ZDF hatte sich einen profunden Fußballexperten ins Boot geholt, dem sich ein bescheidender Johannes B. Kerner - manch ein Zuschauer wird den Moderatoren eher mit hervorragenden Cannelloni vom Kalbsrücken als mit schmackhaften Sportanalysen assoziieren - fragend gegenüberstellte.
Der ehemalige Co-Moderator Jürgen Klopp, der bei zahlreichen EM-Nationalspielen mit seinen filigranen Fingern über den auskunftsfreudigen ZDF-Bildschirm tänzelte und uns die Fußballwelt erklärte, wird sicherlich einen festen Platz in einschlägigen Fernseh-Chroniken einnehmen. Seine Auswechslung an vorderster Spitze war dennoch eine wenig zu bedauernde Neuerung.
Kameradschaftliche Solidarität
Mit diesem Erbe im Rücken war Kahn sichtlich bemüht, durch Seriosität und Korrektheit aufzutrumpfen, was sein makelloses Outfit, bestehend aus Kragenhemd und Sakko, und sein feiner Sprachstil deutlich markierten. Obwohl er auf die Frage von Kerner, ob er denn Druck verspüre, mit einer klaren Abfuhr antwortete, schien Kahn doch leicht nervös zu sein.
Die Nähe zum fußballerischen Alltagsgeschäft schien in seinen Aussagen immer noch durchzuschimmern. Natürlich nannte Kahn seine Kollegen beim Vornamen, wenn nicht sogar beim Spitznamen ("der Lucas", "der Miro"). Seine Kritik an den ihm vertrauten Spielern aus Bundesliga und Nationalteam blieb meist behutsam, ein nachvollziehbarer Akt kameradschaftlicher Solidarität.
Doch hätte es in der Zwischen- und Schlussbilanz sicherlich derber zugehen können. Die notorisch aufkommende Frage, welche Pointen sich Netzer und Delling nach jenem reibungsvollen Spiel wohl zugeschoben hätten, blieb wie immer eine Appetit anregende Spekulation.
Auch wenn der Verweis auf die Großen der Sportberichterstattung banal erscheint: Ein Quäntchen Scharfsinn, Mut zur Provokation und etwas Showmaster-Talent sind doch die wichtigsten Attitüden eines unterhaltsamen Fußballexperten.
Oliver Kahn hinterließ einen soliden ersten Eindruck - mit zusammengekniffenen Augen und aufeinander gepressten Lippen verlieh er seinen Einschätzungen mimischen Nachdruck. Doch fehlte es letztlich an bissiger Ironie oder intelligentem Humor - was es schwer machte, dem Experten Kahn bis zum Schluss an den Lippen zu hängen.
Leicht verdauliche Fußballkost
Gleichwohl ist die Verpflichtung Kahns als Kommentator ein Gewinn für die Freunde nüchterner Sportunterhaltung, die schlichtweg an korrekten Informationen Interesse haben. Selbst den Parcours am Monitor, an dem Torsituationen besprochen werden, absolvierte Kahn nach anfänglichen Problemen ohne große Bedienungsfehler.
Viel ungewöhnlicher erschien derweil das Gespräch zwischen Johannes B. Kerner und einem emotional durchgerüttelten Jogi Löw, der aufgrund eines turbulenten Spielverlaufs nur stockend die richtigen Worte zu finden vermochte.
Immerhin: Da zeigte sich Oliver Kahn auskunftsfreudiger. Ein 5-Sterne-Gang hat der sportkulinarisch interessierte Zuschauer nicht erlebt, leicht verdaulich zubereitete Fußballkost dafür allemal. Und mit Kerner an der Seite hat Oliver Kahn einen geeigneten Partner gefunden.
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(sueddeutsche.de/gal)
Brasiliens Präsidentin Roussef
Der Kahn gehört zwischen 2 Pfosten oder zur Vera!C:- Basta.
Was sich JBK geleistet, den Jogi so zu belabbern, dass sogar dem Jogi fast die Worte fehlen. Da fehlte doch nur der emotionale Haltegriff, wie ihn einst der Rudi mit dem Waldi nach dem gesponserten Weizen fanden! hicks ...
Persönlich finde ich es masslos und auch fast befremdlich, wie da JBK auf die Leute losgeht. Wandenbeißer wäre fast der Ausdruck, der mir auf der Zunge lag. Drauf, was das Zeug hält, so könnte die Parole auch heissen.
Hoffentlich kommen die öffentlich/rechtlichen Schlafeinheiten auch mal drauf, neue Impulse zu setzen. Nix gegen die Personen, es regt mich auf, die Art und Weise der ironischen Selbstsicherheit gepaart mit Respektlosigkeit gegenüber dem Individuum.
Neben dem in Altherren-Strickjacke gewandeten JBK hat Oli eine gute Figur gemacht.
Es war immerhin das erste Mal.
Und mit der Zeit wird er sich auch noch entkrampfen.
Auf jeden Fall war er mindestens so gut wie der immer leicht ungepflegt wirkende Klopp. Zumindest nicht so hippelig wie der war er. Und das Gemale auf dem Bildschirm braucht keiner.
Aber ganz ehrlich: Mir fehlt der Oli auf dem Platz. Wenn ich an das Spiel in Köln denke und daran, dass der Rensing im Tor steht wird mir ganz anders.
Na prima, nach Netzer dem Egomanen jetzt auch noch Kahn. Da ist man froh dass so ein eingebildeter Grobian endlich seinen Hut nimmer und dann kommt der als Kommentator wieder. Womit hat er das verdient? Und was noch viel wichtiger ist: womit hat der Fernsehzuschauer sowas unangenehmes verdient?!
Profis streben nach Perfektion, sollte man meinen. Oliver Kahn hat diesen Anspruch durchaus erfüllt. Und nichts ist so gut, dass es nicht noch besser werden könnte. Ich bin überzeugt, dass sich Herr Kahn dies sehr zu Herzen nimmt. Wenn Sachlichkeit einen Namen hat, dann doch wohl "Oliver Kahn". Das Wackeln vor der Kamera wird er sich bestimmt noch abgewöhnen. Und die Sachlichkeit wird zu seinem Markenzeichen. Ebenso wird es Ihm gelingen, dass seine Kommentare stehts einen Platz in der Medienlandschaft finden werden. Es wäre noch zu empfehlen, vor einer Sendung mit dem Computer etwas zu trainieren. Trotzdem finde ich ihn professionell.Er hat sogar ab und zu in die Kamera gesehen.
Aber jemand sollte Herrn Kerner mal von seiner Wolke holen. Seine hin und wieder "tuntenhaft" wirkenden Bewegungen vor der Kamera habe ich als grauenhaft empfunden und sein Outfit passte eher zu Waldemar Hartmann. Wie kann das ZDF zulassen, dass sich ein Moderator im Look der 80er Jahre vor die Kamera tritt.Herr Kerner ist 44! Eine Frage Herr Kerner: "treiben sie eigentlich Sport, oder reden Sie nur drüber?"
sind diese sog. "Experten". Wer braucht diese denn? Bevor man sich ans Mikrofon begibt wäre ein Kurs "Deutsche Grammatik" auch nicht schlecht. Mir jedenfalls geht dieses Geschwätz vor den Spiel, in der Halbzeit und nach Spielende richtig auf den Sender. JBK gehört nicht mehr auf den Schirm. Basta !!!
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