So wie beim ersten der Kandidaten, Jan Becker. Selbsternannter "Mentalist, Poet und Narr", der Simone Thomalla beinahe zu Tränen rührte, als er erriet, dass das schöne Ereignis in ihrer Vergangenheit, an das sie gerade dachte, die Geburt ihrer Tochter Sophia war. Ob das Handauflegen auf die Stirn oder der schwarze Stab mit der Kristallkugel, auf den sich der Gedankenleser stützte, die "geheimen Details" übermittelte, bleibt Beckers Fernsehgeheimnis.
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Nach ihm wiederholte sich das Spiel in unterschiedlichen Variationen. Der "Pokermentalist" Kris las in Carolins Gedanken, welche Karten sie auf der Hand trug und Jan Rouven ("Mann mit den sieben Leben") - wieder lässt Vincent Raven grüßen - erfuhr durch Telepathie, dass die Box Nummer vier, in die er sich sperrte, die einzige von vieren war, die nicht mit brennenden Pfeilen beschossen werden würde. Das schöne, aber labile Topmodel Carolin brachte er damit an die Grenzen der Belastbarkeit.
Während die drei leeren Boxen nach einer kurzen Sicherheitsverzögerung in Explosionen aufgingen, die so dramatisch waren wie China-Böller an Silvester, stand Carolin mit zitterndem Kinn daneben - als stünde die nächste Entscheidung bei Heidi Klum an.
Blackout vorm Engel des Todes
Zur lautstarken Überraschung aller Beteiligten ging alles gut und der Abend steuerte dem Höhepunkt zu: Ully Loup. "Der Mann macht mir ein bisschen Angst", ließ Moderator Stefan Gödde wissen. Genau das sollte der große Kahlköpfige mit der langen Nosferatu-Stirn wohl auch.
Für das Spiel mit Leben und Tod korrespondierte er mit Simone Thomalla. Vier Vornamen von Lebenden sollte sie auf weiße Zettel schreiben sowie den Namen eines Toten. Ob es das Bildnis des "Engel des Todes" im Hintergrund war oder vielleicht Ully Loups schwarze Handschuhe (er hat Angst vor Berührungen) - die taffe "Tatort"-Kommissarin war so verwirrt, dass ihr partout kein Name eines lebenden Prominenten mehr einfallen wollte ("Ich kenne keine Prominenten").
Am Ende war der Vorname dann egal, Ully Loup las in ihren Gedanken, welche der Karten dem Toten gehörte - und schon wurden die Kandidaten für die nächste Folge angepriesen.
Auch dann wird es wohl wieder möglichst schwarz, möglichst düster, möglichst gruselig. Diese Instruktionen scheinen alle Kandidaten schon im Vorfeld erhalten zu haben. Und trotzdem - oder vielleicht gerade deswegen - klang alles, was sie sagten, wie auf der Generalprobe eines Schülertheaters.
Macht aber nichts, auch der große Meister Uri Geller selbst schien seinen Text vergessen zu haben - zumindest rezitierte er zu jeder Darbietung die gleiche emphatische Lobeshymne. "Pokermentalist" Kris wurde von den Zuschauern trotzdem rausgewählt.
Und nicht nur bei ihm bleiben am Ende Zweifel an der Gedankenleserkunst. Kolossale Langeweile vor dem Bildschirm lässt sich wohl telepathisch nicht vermitteln - sonst hätten die Kandidaten von sich aus den Abend verkürzt. Das mit der Flucht in die Zerstreuung war also nichts. Und so gilt für "The next Uri Geller", was auch für so manch andere Krise gilt: Augen zu und durch.
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(sueddeutsche.de/jja)
Umweltstiftung WWF in der Kritik
...viel schlechter als in den 70ern, als Geller und Däniken das Volk schon ein mal ver(muss ich jetzt zensieren)en wollten.
Das gibt Anlass zur Hoffnung, offenbar ist die Bevölkerung seit em tatsächlich klüger geworden, zumindest ein gute Teil der Bevölkerung.
Ja ja, ihr Alten, die ihr damals die beiden ernst genommen habt, ihr wart dumm, konfdrontiert euch ruhig mit der Feststellung.
Allerdings schliddern wir gerade in eine noch größere Weltwirtschaftskrise als 1929, da könnte man meinen, daß die Menschheit doch nichts gelernt hat, denn alles spielt sich genau so ab wie damals, nur die Kennzahlen sond etwas grösser, noch mehr Schulden, noch grösserer Aktienverlust, noch schnellere Jobverluste, aber genau dieselben wirkungslosen Massnahmen der Politiker (ein paar Euro Staatsgeld hier, mehr Neuverschuldung da).. Offenbar wurde in den 80 Jahren nichts hinzugelernt.
Der Urige Geller, da ist er ja wieder. Am unheimlichsten ist eigentlich nur dieser unsymphatische Chakatrainer Gella der eigentlich einen Job als "Homeorder TV" Moderator oder in einer mittelmäsigen Sekte machen sollte.
Mir aber alles egal. Ich hab schon vor 1,5 Jahren meinen Computer an den TV angeschlossen und schaue mir ganz ohne Werbung alles an was mir gefällt, wann es mir gefällt und was die üblichen Streamingseiten hergeben.
Kino.to, alluc.org.... Wer sich Privatsender TV noch antut ist selber schuld.
Liebe Macher von Pro7 die Zeiten sollen schlecht sein, sagt man! Der Konsument, der alle halbe Stunde eine Erlösung durch Kaufempfehlungen in dieser Wellenübertragung erhält, sollte doch entlastete werden- damit er genau die Dinge kaufen kann, die beworben wurden? Deshalb mein Vorschlag: Weg mit der kostenpflichtigen Telefonabstimmung?
Mal unter uns, wenn die Gellergang die schwarzen Ritter der Vorahnung doch in die Zukunft triften, in die Tiefen der Abgründe der Vergangenheit und der Zukunft schauen können, sollten Sie doch auch in der Lage sein das Abstimmungsergebnis vorherzusagen. Und in diesem Sinne wäre es eine tolle Errungenschaft für die zivilisierte Welt, die Fahrt und Hotelkosten der vermeintlichen Looser und nicht erfolgreichen Kreaturen im Vorfeld gleich einzusparen.
Übrigens, schöne kleine SZ-Kritik. Ich hab diesen Spuck nicht gesehen, aber die plastische Vorstellung hier macht Laune- es genau dabei zu belassen!
Wenn die privaten, mit solchen Sendungen, versuchen wollten, uns aus der Welt der Krise zu entführen, dann hätten wir seit 25 Jahren Krise.
Vielleicht, weil derzeit die schlechten Sendungen erheblich überhand nehmen?
Paging