TV-Kritik: "Schmidt und Pocher" Noch lachen wir

Diese zauberhafte junge Dame war zu Gast bei Schmidt und Pocher: Lady Bitch Ray. Was dann passierte, war nicht vorhersehbar.

Von Ruth Schneeberger

Wenn man ehrlich ist, kann man sich ja immer noch nicht recht daran gewöhnen, dass jetzt Pocher als Erster die Bühne betritt. Bei seinem bloßen Auftritt wähnt man sich schon im Privatfernsehen - aber Gott sei Dank muss er seine Gags nun nicht mehr selber schreiben. Also darf er hin und wieder auch mal Spaßiges verkünden:

"Geburtstagsgeschenk" für Pocher: Lady Bitch Ray als Gast.

(Foto: Foto: dpa)

"Babs Becker sagt jetzt: Ich habe die große Liebe gefunden. Na und? Die findet Boris Becker einmal im Monat." "Wenn es bei DSDS mal süßlich riecht, weiß man ja auch nicht: Ist das jetzt Haschisch, oder Carsten Spengemann, der in der Deko verwest?" "Man kann den Kandidaten nicht verübeln, dass sie Drogen nehmen - schließlich wollen sie Nachfolger von Mark Medlock werden." Da sind wir nun schon wieder ziemlich weit unten angekommen, und da sind wir froh, dass an dieser Stelle Harald Schmidt auftaucht.

In Sekundenschnelle rettet er das Niveau mit ein paar Späßchen über die ARD-Themenwoche über das Alter unter dem Motto: "Mehr Zeit zum Leben". Bei manchen frage man sich: Wozu?

Wozu, fragt sich der geneigte Zuschauer ebenfalls, überlässt nur der Schmidt sein Feld nun diesem mittelmäßigen Nachwuchs? Zunächst dem Proleten-Schnösel Pocher, der das Niveau, wie zu erwarten, weit nach unten öffnet - und nun auch noch einen nicht geringen Teil seiner wöchentlichen Sendung einem frühvergreisten Besserwisser namens Dr. Hirschhausen, der mit nicht enden wollenden medizinischen Belehrungen nervt.

Man könnte also getrost darauf verzichten, Schmidt dabei zuzusehen, wie er sein Erbe mit Füßen tritt - wäre nicht in dieser Sendung Überraschendes vorgefallen.

Lesen Sie weiter auf Seite 2, wie Pocher Schmidt rettet.

Pocher, sei Dank!

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