Millionen von Neurodermitis-Kranken könnte geholfen werden - doch die Pharmaindustrie blockiert das Medikament. Eine ARD-Dokumentation über Profitgier und ihre Folgen.
Die Schweinegrippe ist für die Pharmaindustrie eine einträgliche Sache, sie verdient Millionen an den neuen Impfstoffen. Doch ungetrübt ist die Freude darüber in den Konzernen wohl nicht mehr, denn in der Öffentlichkeit hat ihr Image in den jüngsten Monaten mächtig gelitten. Die Branche stelle die Profite über die Sicherheit der Menschen, heißt es. Und es wird den Firmen schwerfallen, diesen Vorwurf zu entkräften.
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Augen, Nase, Mund - und viel kaputte Haut: Die Zahl der Kinder, die unter Neurodermitis leiden, wächst stetig. Dabei gibt es offenbar seit Jahren ein Mittel, das wirkt. Doch die Arzneimittelbranche will es nicht produzieren. (© Foto: WDR)
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Der Film, den die ARD nun eine Woche vor der Auslieferung der Schweinegrippe-Impfstoffe ausstrahlt, dürfte die Sache nicht einfacher machen. Mehr als ein Jahr lang hat Klaus Martens für seine Dokumentation Heilung unerwünscht. Wie Pharmakonzerne ein Medikament verhindern die Geschäftspraktiken der Branche recherchiert. Das Ergebnis ist ein Beitrag, in dem sich die Guten und die Bösen sehr klar voneinander unterscheiden lassen, fast so, dass es einen schon wieder misstrauisch machen könnte. Dass man es am Schluss doch nicht ist, spricht für Martens Recherche und seine Art der Aufarbeitung - und gegen einen Wirtschaftszweig, der zwar wie jeder andere Geld verdienen muss, dabei aber zu oft vergisst, dass er mit einem besonderen Gut handelt: der Hoffnung von Menschen auf Gesundheit.
Acht Millionen Menschen leiden in Deutschland an Schuppenflechte und Neurodermitis. Die Medikamente dagegen haben starke Nebenwirkungen, doch heilen kann die Hautkrankheiten keines. Bis zwei Studenten Ende der 1980er Jahre in ihrer Wohnung in Wuppertal ein kleines Labor mit einfachen Gerätschaften aufbauen. Karsten Klingelhöller und Thomas Hein mischen pulvriges Vitamin B12 mit Avocadoöl und lassen Klingelhöllers Freundin, die an Schuppenflechte leidet, die rosafarbene Creme testen. Ihre Haut sei sofort besser geworden, Nebenwirkungen habe sie keine gespürt, erinnert sich Kerstin Suborg.
Die beiden Studenten überreden den Bochumer Dermatologie-Professor Peter Altmeyer, das Mittel in einer klinischen Studie zu testen. Wieder haben sie Erfolg, auch die Wissenschaftler sind von der einfachen Mixtur überzeugt. Klingelhöller lässt sich die Creme weltweit patentieren. 936 Millionen Dollar seien die Rechte wert, schätzt ein Wirtschaftsprüfunternehmen.
Bis hierhin hat der Autor Klaus Martens die Geschichte sauber und packend erzählt, doch noch lebt sie allein aus der Faszination heraus, dass zwei Studenten zu Hause etwas entwickelt haben sollen, woran eine riesige, hochtechnisierte Branche bisher gescheitert ist. Jetzt geht es um Grundsätzliches: Will die Pharmaindustrie überhaupt ein Medikament auf den Markt bringen, das Neurodermitis und Schuppenflechte heilen kann?
Lesen Sie weiter auf Seite 2, warum preiswerte Medikamente vermieden werden.
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Wer die profitgierigen Machenschaften der großen Pharmafirmen anprangert, der darf bei den profitgierigen Machenschaften aller anderen auf den Köpfen der Betroffenen auch nicht schweigen!
Eine Pharmafirma, die nach "Studien" mit 13 resp. 39 Probanden ein Produkt auf den Markt bringt, würde zu Recht mit Schimpf und Schande belegt!
Warum haben sie das gezeigte Kleinkind nicht mit der Salbe behandelt und das Ergebnis gezeigt?
Warum hat Klingelhöller seine Millionen nicht zum Selbstvertrieb benutzt?
Warum wollte er es von Pharmafirmen vertreiben lassen, wo die doch die Bösen sind?
Hunderte von Pharmafirmen - und er hat jahrelang keinen Willigen gefunden?
Naja, die Leute wollen sich lieber von den "Guten" das Geld aus der Tasche ziehen lassen. Dass sie hinterher genauso verar.. worden sind, das merken sie vielleicht oder vielleicht auch nicht. Jedenfalls hatten sie aber vorher ein gutes Feindbild.
Der Psoriasis Bund und der Neurodermitis-Bund Deutschland verwahren sich übrigens aufs Schärfste gegen die Aussagen von Martens.
Das Bild dieses Kindes. Diese Augen. Liebe Freunde, schaut da mal hinein. Wer da nicht augenblicklich bereit ist alles zu tun, um die Not und die Leiden dieses Würmchens zu lindern, hat ein Herz aus Stein.
(Entschuldigung, das mußte ich jetzt mal sagen.)
In Deutschland keine Chance mit seiner Salbe zu haben, hätte unsereiner dem armen Manne gleich sagen können.
Man beauftrage einen guten Patentanwalt mit der Suche nach Lizenznehmern und/oder Partnern in Asien. Ein guter Anlaufpunkt ist z. B. www.jetro.de
So habe ich es gehalten. Und bin zufrieden.
keine pharmafirma wird geld in 5-6 jahre klinische forschung, welche für das zulassungsverfahren notwendig ist investieren, wenn das patent nur noch 5 jahre gültig ist.
die generica-hersteller würden vor freude im dreieck hüpfen.
aber nicht Dummheit. Warum sollten Hexal, Sandoz .... und wie sie alle heißen mögen an dem Ast sägen auf dem es sich bequem sitzt?
Paging