Von Sebastian Glubrecht

Das Online-Rollenspiel "World of Warcraft" weckt den Ork in uns. Keine Ahnung, was das ist? Dann sollten Sie aufpassen, dass Sie nicht bald zu einer hemmungslos rückständigen Minderheit gehören! Aber hier ist Hilfe.

Was ist "World of Warcraft"?

Dieser fiese Ork könnte Ihr Nachbar sein - nur virtuell, versteht sich! (© )

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Kennen Sie den: Warum verstecken sich Tauren im Wald? Na, um sich die Hufe rot zu lackieren! Nicht kapiert? Dann haben Sie wohl einen Trend verpasst: Tauren sind eine Mischung aus Mensch und Stier, sie treten auf in World of Warcraft, Deutschlands meistverkauftem Computerspiel. Es zählt zu den "Massively Multiplayer Online Role-Playing Games" (MMORPGs), also Rollenspielen, die hunderttausende Menschen gleichzeitig in einer virtuellen Welt im Internet spielen.

Seit 1997 das erste MMORPG auf den Markt kam, zählen Computerspiele, die einer allein spielt, zum alten Eisen. "Singleplayer-Spiele werden für erfahrene Zocker schnell langweilig, weil der Computer immer gleich reagiert", erklärt Markus Schwerdtel, Redakteur des Computerspielemagazins Gamestar. "Die Reaktionen echter Menschen im Internet kann dagegen keiner voraussehen."

Das Szenario der meisten MMORPGs orientiert sich inhaltlich an J.R.R. Tolkiens Herr der Ringe; über Maus und Tastatur steuert der Spieler seine Figur durch eine Fantasy-Welt, in der hinter jedem Baum ein Feind lauern kann. Auch in World of Warcraft kämpft eine Allianz aus Menschen, Zwergen, Nachtelfen und Gnomen gegen die Horde der Orks, Trolle, Untoten und besagter Tauren; Schauplatz des epischen Gemetzels ist ein Land namens Azeroth.

Die früheren MMORPGs hatten allerdings ein Problem: Unerfahrene Spieler scheiterten zu früh an zu schwierigen Aufgaben. Bei World of Warcraft wird der Laie langsam in die fremde Welt eingeführt. Zuerst wählt er eine Figur und gestaltet deren Geschlecht, Beruf und Aussehen. Damit der Neuling nicht schon im ersten Kampf den Heldentod stirbt, können Anfänger in einem speziellen Modus unangetastet die Spielwelt erkunden; für erfahrene Spieler gibt es schwerere Spielmodi.

Das Prinzip geht auf: Im vergangenen Jahr kam World of Warcraft in Nordamerika und Korea auf den Markt. Die Nachfrage war so groß, dass der Hersteller Blizzard auch den europäischen Markt in Angriff nahm: Am 11. Februar erschien das Spiel in Deutschland - und wurde hier bis heute 300000-mal verkauft. Inzwischen streifen weltweit mehr als zwei Millionen Menschen durch Azeroth, Spieler aus China noch nicht eingerechnet. Dort erschien World of Warcraft am 7. Juni.

Im nächsten Klick: Was passiert genau im Lande Azeroth?

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