Gospel und Liebe. 10:50 Uhr

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"Michael", rufen die Leute. "Michael". Der Sarg steht vor der Bühne.

Ein Gospel-Song eröffnet die letzte Show des Michael Jackson: "Halleluja! No more dying there." Der Pastor spricht von der Liebe, die der Tote der Welt gegeben hat und die er in sie bringen wollte. Einer, der die Welt heilen wollte mit seiner Musik.

Die Kraft seiner Songs war die Emotion, die größter handwerklicher Perfektion folgte. Jackson kümmerte sich um alles, um die Bass-Läufe und die Kostüme. An diesem Tag ist Mariah Carey wunderbar wie lange nicht mehr. Sie singt mit Trey Lorenz "I'll be There". Und endet mit "God bless you".

Queen Latifah bekennt, dass sie einst mit ihren Geschwistern so sein wollte wie die Jackson Five. Sie habe ihn mehr geliebt als ihr Leben. "Thank you", sagt sie leise, "thank you". Und: "Michael war der größte Star der Welt." Er habe den Afroamerikanern gezeigt, dass es da eine Welt außerhalb Amerikas gebe. Und nun würden die Menschen auf der Welt ihm Respekt zollen.

Der große Lionel Richie singt "Jesus is Love". Er hat eine gelbe Rose im Knopfloch stecken und trägt ein rotes Einstecktuch. Es symbolisiert Kraft.

Berry Gordy, der Gründer des legendären Plattenlabels Motown in Detroit, lobt den Toten. Michael habe damals, 1968, bei der ersten Präsentation der Jackson Five alles weggefegt. Er sei der Beste gewesen und wollte sich selbst übertreffen. Damals sang Michael einen Song von Smokey Robinson, und der habe danach gesagt, der Neue sei besser. Michael Jackson habe mit seiner Kreativität die Musik in eine andere Stratosphäre gebracht. Und der "Moonwalk" sei magisch gewesen.

Das sind Gordys Worte über den unzweifelhaften "King of Pop". Auf der Bühne sei er eine andere Person gewesen. Nein, sagt Gordy noch, er sei kein König gewesen, sondern der größte Entertainer, der jemals lebte.

Und dann zeigen Videos den Größten. "Michael", jubeln sie im Staples Center.

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