Filmemachen ist harte Arbeit: Tom Hanks über Slapstick, Spielberg und den Film "Terminal".
Das Jungenhafte wird er wohl nicht mehr los, diese Mischung aus frechem Charme und naiver Unbeholfenheit, die er in seinen großen romantischen Komödien "Schlaflos in Seattle" oder "Email für dich" kultivierte.
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Hanks als Viktor in "Terminal" mit Catherine Zeta-Jones. (© Foto: AP)
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Dabei hat Tom Hanks immer wieder brandheiße Themen in seinen Filmen angefasst - Aids in "Philadelphia", die Todesstrafe in "The Green Mile" oder die Probleme mit der Immigration in die USA, als Viktor im neuen Spielberg-Film "Terminal", der eben in unseren Kinos angelaufen ist.
SZ: Nach der einsamen Insel von "Verschollen" stecken Sie dieses Mal auf einer übervölkerten Insel, dem New Yorker Flugplatz JFK, fest ... Tom Hanks: Es zieht mich doch immer wieder zu diesen Filmen, in denen die Menschen ihrer Sehnsucht nach einem größeren Zusammenhang nachgehen. Vor langer Zeit sagte mal ein Lehrer auf dem College, dass die wunderbarsten Geschichten, nahezu jedes Stück großer Literatur, im Kern vom Kampf gegen die Einsamkeit handeln.
Ich erinnere mich, dass damals in meinem Kopf ein Funke zündete. Zu dem Thema zieht es mich immer wieder hin. Selbst bei einer Romanze zwischen einem Mann und einer Frau geht es darum, dass der Mann sich einsam fühlt, eine Verbindung sucht, die größer ist als er selbst. Das ist der universelle Kampf der Menschheit.
SZ: Ist der Verlust der Sprache - Viktor, der Held von "Terminal", kann kaum Englisch - für einen Schauspieler Teil dieser Einsamkeit? Hanks: Eigentlich ist es sehr befreiend, wenn man seine Gefühle nicht hauptsächlich mit Dialogen kommuniziert. Das war für mich der größte Reiz an der Sache. In früheren Drehbuchversionen konnte Viktor besser Englisch sprechen, ich habe gedrängt, das zu reduzieren. Ich erinnere mich noch sehr gut, wie ich auf meinen ersten Reisen daran verzweifelte, dass ich mich nicht verständigen und nicht verstehen konnte. Was bei mir ebenso wie bei Viktor dazu führte, dass ich meiner selbst überdeutlich bewusst wurde. Ich würde gerne mal einen Film ganz ohne Dialog machen, und beispielsweise einen Affen spielen, dessen Reaktionen und Gefühle sich nur über den Körper und die Augen vermitteln.
SZ: In diesem Film spielen Sie auch stärker denn je die physische Komödie, den Slapstick aus. Hanks: Das ergab sich ganz natürlich aus der Situation, wenn man nicht versteht, was da alles am Flughafen vorgeht, reagiert man unweigerlich mit dem Körper. Da gab es unzählige Gelegenheiten, die alle nicht im Drehbuch standen, sondern sich beim Drehen ergeben haben: Der Boden ist nass, er fällt. Er sieht das Glas nicht, knallt dagegen. Er kennt die Zeichen nicht und geht in die falsche Toilette. All das ist authentisch, das kann jedem passieren.
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