terence hill, dpa

Mit ihm zog das Laisser-faire ein in den Western, eine neue Lässigkeit, die erlöste von den Verklemmtheiten, die das Genre nach dem Krieg entwickelt hatte. Eine Lebenskunst, die von falschen Ambitionen befreit und aufs Elementare zurückführt. Der Nobody, als der Terence Hill sich präsentierte, war ein Naturkind, blauäugig, schlitzohrig und von einer magischen Schlagfertigkeit.

"Die linke und die rechte Hand des Teufels" und "Vier Fäuste und ein Halleluja" waren die zwei Filme, mit denen er Anfang der Siebziger das Genre auf den Kopf stellte, gemeinsam mit dem brüderlichen Kumpel Bud Spencer. Ein dialektischer Dreischritt war damit vollzogen, in diesem derben Westernklamauk waren der Italowestern und der amerikanische Western aufgehoben - besiegelt in der Konfrontation mit der Westernlegende Henry Fonda.

Text: Fritz Göttler/SZ vom 27.02.09/irup

"Joe, der Galgenvogel", 1967/Foto: dpa

28. März 2009, 11:13 2009-03-28 11:13:00  ©