Tag des KussesFilmreif, diese Küsse

Marilyn Monroe soll gesagt haben: "Hollywood ist ein Ort, an dem sie dir tausend Dollar für einen Kuss bezahlen und fünfzig Cent für deine Seele." Also: Wer küsst wen in welchem Film warum - und wie war's?

Von Felicitas Kock

Scarlett Johansson ("Nola Rice") und Jonathan Rhys Meyers ("Chris Wilton")

Marilyn Monroe soll gesagt haben: "Hollywood ist ein Ort, an dem sie dir tausend Dollar für einen Kuss bezahlen und fünfzig Cent für deine Seele." Also: Wer küsst wen in welchem Film warum - und wie war's? Der große Reigen des Küssens, zum Tag des Kusses.

"Match Point", 2005

Der Kuss im Regen ist die bekannteste Kuss-Szene von Woody Allens London-Drama. Nach der Episode mit dem Tischtennisschläger (im Bild) wird sich Scarlett Johansson eine Zigarette anzünden und Jonathan Rhys Meyers mit einem einzigen, unwiderstehlichen Blick seines Verstandes berauben. Später fallen die beiden übereinander her. "Wir können das nicht tun", weiß Nola alias Johansson schon in diesem Moment. Hätte sie auf ihr Gewissen gehört, wäre sie am Ende des Films vielleicht nicht tot - aber die Welt um einen der schönsten Filmküsse ärmer.

Auch in der Realität musste Johansson für den Kuss bezahlen, wenn auch nicht mit dem Leben. "Mitten in der Szene schaute ich ihn an und fragte ihn, ob er auch Blut schmeckt", erzählte sie nach Drehschluss, "Jonathan hatte mich in die Lippe gebissen".

Bild: AP 6. Juli 2016, 14:322016-07-06 14:32:33 © Süddeutsche.de/feko/ihe/rus/jobr