"Sakrileg", das Buch von Dan Brown ist verfilmt worden und läuft bald an. Doch ein Sakrileg steckt nicht in dem Buch. Ein Sakrileg ist die synthetisch erzeugte Welle der Aufregung, die Buch und Film in den Nachrichten halten soll.
Für reichlich Aufregung ist gesorgt: Aufregung über einen Autor, Aufregung über ein Buch, Aufregung in der katholische Kirche, Aufregung bei ansonsten unverdächtigen Paris-Touristen, Aufregung unter Kunst-Historikern und Aufregung über einen Film zum Buch. Man weiß nun gar nicht, was einen mehr wundern soll: Die Vielzahl stachelartig erblühter Aufregungen oder die Tatsache, dass sich eine professionell arbeitende PR-Maschine so liebvoll um die Aufzucht dieser Stacheln gekümmert hat, die nun immer irgendwem im Fleisch sitzen sollen.
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In seinem Roman „Canale Mussolini“ erzählt Antonio Pennachi von der Trockenlegung der pontinischen Sümpfe im italienischen Faschismus. Jetzt lesen ...