In den USA gewinnt eine Offensive gegen Gangsta-Rap an Durchschlagskraft. Den pöbelnden Jungs von der Straße und ihren "fetten" Major Labels soll ein Maulkorb verpasst werden.
Der demokratische Präsidentschaftsanwärter Barack Obama fordert weniger Toleranz für Gangsta-Rap, Jesse Jackson stellt klar, dass seine Mutter keine "Nutte" und seine Töchter keine "Schlampen" seien, und Al Sharpton ruft zu Protestwachen vor den großen Plattenfirmen auf. Was ist geschehen, dass schwarze Politiker und mit ihnen ganz Amerika plötzlich über HipHop-Texte diskutiert? Wie kommt die populäre Talkmasterin Oprah Winfrey dazu, dem Thema gleich zwei aufeinanderfolgende Sendungen zu widmen? Und weshalb schmücken kaum zitierfähige Gangsta-Rapper wie Snoop Dogg auf einmal die Polit-Schlagzeilen?
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Es war ein weißer Radiomoderator, der mit rassistischen Bemerkungen die Büchse der Pandora öffnete. Don Imus hatte in seiner einflussreichen Sendung die schwarzen Basketballspielerinnen der Rutgers University als "krausköpfige Schlampen" bezeichnet. Ein öffentlicher Aufschrei folgte: Reverend Sharpton und Jesse Jackson griffen Don Imus' Sender an, die National Association Of Black Journalists rief zu Boykottmaßnahmen auf, und als auch noch viele Werbekunden abzuspringen drohten, feuerte NBC den lange unbehelligt schwulen-, schwarzen- und frauenfeindliche Witze reißenden Talkmaster.
Imus aber streute keine Asche aufs Haupt, sondern präsentierte einen Sündenbock: Warum dürften Rapper ungestraft genau dieselben Vokabeln für schwarze Frauen benutzen? Obwohl der Vergleich zwischen Imus' Sendung, in der häufig Spitzenpolitiker wie George Bush senior und Jesse Jackson gastierten, und einem Rap-Album hinkt, hat er unter dem Motto "Wie frauenverachtend dürfen Rapper sein?" einen Flächenbrand entfacht.
Alles nur Ghetto-Schlampen?
Während der Schriftsteller Ishmael Reed nach Imus' Abtritt noch vom "größten Sieg der afroamerikanischen Gemeinschaft gegen die rassistischen Medien" schwärmte, wetzten konservative schwarze Kommentatoren wie Earl Ofari Hutchinson bereits die Messer, um die fette, von der Industrie gemästete Sau namens Gangsta-Rap zu schlachten: "Wir haben Imus zu Fall gebracht, jetzt müssen wir endlich den eigenen Stall aufräumen!"
Jesse Jackson und Al Sharpton -beide sprechen sich schon seit Jahrzehnten gegen misogyne Rap-Texte aus - nutzten die Aufmerksamkeit der Medien, um die Plattenfirmen anzugreifen: "Sie nehmen die Musik auf, finanzieren die Videos und verteilen die Platten", wetterte Jackson: "Jetzt müssen sie mit uns zusammen der Verschmutzung Einhalt gebieten".
Und auch Barack Obama durfte das Thema nicht links liegen lassen: Bei einem Wahlkampf-Dinner warnte er vor der "Degradierung" schwarzer Frauen im HipHop. Und stellte die rhetorische Frage, warum man sich selbst erlaube, wofür man Don Imus zu Recht gegeißelt habe?
Seite 2: "Take Back The Music!" - Kampf gegen die pseudo-schwarze Kultur der Major Labels.
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Brasiliens Präsidentin Roussef
Oh Mann.
Mann muss sich das ja nicht anhören, noch gibt es keinen Konsumzwang für diese oder überhaupt irgendeine Musik (soweit ich weiss, möglich dass die grossen Labels gerade daran arbeiten;-)
Also kann man getrost sagen: Jedem das Seine. Zensur war früher.
Aber:
Schönreden muss man das auch nicht. Wenn ich Kommentare lese wie "...das es sich bei diesen Texten um Werke handelt..." oder dass diese "Werke" "...vielen die Hoffnung auf eine bessere Zukunft" gäbe, klappt mir schon ein bischen die Lade 'runter.
Welche Werke? Etwa "Motherfu**er, Motherfu**er, YEAH, YEAAAH"? Wie?
Oder die Hoffnung auf Goldkettchen, Hummer und Discohäuser mit Pool? Ja? Ist das die bessere Zukunft?
Oh Mann. Seid wenigstens ehrlich und sagt: "Gefällt mir". Aber dem letzten Bockmist eine literarische Güte geben zu wollen oder als raffiniert versteckte Gesellschaftskritik adeln zu wollen? Das ist einfach nur schwach.
DW
Deutscher und Amerikanischer Ganstarap sind meiner Meinung nach auch nicht zu vermischen.Wärend deutsche Künstler häufig sich ein Image aufbauen um bei den Kids anzukommen ist es in Amerika so das es sich hier oft um die realität handelt.
Das Musikgenre entstand dort als Ventil und auch als Gegenpol zu der "weißen Heilewelt Musiklandschaft", in der die Bevölkerung mit der harten realität konfrontiert werden sollte.
Das ist kein Gehabe, sondern die Reflektion eines harten überlebenskampfes wärend der Jugendzeit.Das in diesen Gegenden der Hoffnungslosigkeit die Familie durch Kriminalität ernährt werden gefällt niemandem, es ist aber nunmal die harte Realität.Ganstarap ist somit deren Hoffnung auf einen Ausweg aus dem sozialen Dilemma,deren Ventil um agressionen verbal auszutragen und deren Verarbeitung (im weiteren Sinne Eigentherapie).Würde es keinen Gangstarap in den USA geben, würde man vielen die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nehmen und gleichzeitig würde ein Ventil wegfallen und es würde wahrscheinlich zu mehr Gewalt kommen,das sollte man bedenken.In Deutschland sehe ich das ganze nicht so obwohl es auch hier für manche nicht leicht im Leben ist.
in dieser Diskusion ist zu erkennen das viele sich nicht in diesem Gebiet auskennen und Kritik an diesem Musikgenre an verwendeten Wörtern begründen.Aber es gibt Studien über so genannte Ganstaraptexte zB. von dem verstorbenen Künstler Tupac welche belegen das es sich bei diesen Texten um Werke handelt die 1. nicht von jedem verstanden werden (besonders von jenen die voreingenommen sind durch den gebrauch von direkten Worten die im Umfeld der Künstler halt nuneinmal zum Alltag gehören) und 2. einen tieferen Sinn haben.Das Kultur nicht allein aus schönen Worten bestehen kann ist besonders schwer für konservative Menschen zu begreifen, aber es sollte einem logisch erscheinen das ein schwarzer Künstler in einem sozialschwachen Umfeld sein Publikum nicht durch eine Wortwahl erreicht die dazu führt das er nicht verstanden wird.Genauso würde ein Künstler aus reichem Umfeld nicht von seinem Umfeld mit so genannter "Gossensprache" akzeptiert.
Das Gangstarap diesen Künstlern als ein Ventil dient um die grausame Kindheit und Jugend zu vergessen ist sicherlich nicht so leicht für Menschen zu erkennen die diese soziale Situation nicht kennen.Mir persönlich ist deshalb die künstlerische Freiheit wichtiger als die Zensur um unsere wohlgehüteten Ohren zu schützen.
Natürlich sind die Texte ein Spiegelbild der Gesellschaft oder zumindest der Gesellschaft wie sie von einigen Jugendlichen empfunden wird. Die Texte geben aber kein Sittengemälde der Modernen wieder, sonder drücken eine Einstellung gegenüber Frauen aus. Und wer so eine Einstellung gegenüber Frauen hat und diese auch noch veröffentlicht, hat Kritik mehr als verdient. Da er aber schon mit Frauen seine Probleme hat, kann er mit Kritik bestimmt nicht umgehen. Für die Kritiker wird er dann noch viel "schönere" Worte finden und sich selbst dann weiter in seine Traumwelt flüchte, weil er sich von allen missverstanden fühlt.
Dass dumme daran ist nur, es gibt viele Jungs, die sich von Mädchen abgelehnt fühlen und den Rappern deshalb in ihre Traumwelt folgen.
gangsta rap ist ein teil eines kreislaufes!
in der familie stress, privat stress in der schule stress und so staut sich der frust...durch die musik wird er entladen und die jugendlichen gelangen in eine fantasie welt die ihnen vorspiegelt alles müsse so sein und dass sie dagegen nichts machen könnten (was falsch ist)
und da fängt die probleme an, alle sind schuld!eltern, die geselleschaft und die schule!nur die jugendlichen vergessen dabei einen wichtigen faktor! und zwar sich selbst!
niemand kann mir erzählen in deutschland könne man keinen vernünftigen abschluss kriegen, es gibt genug angebote!
deswegen ist gangsta rap zwar nicht an der kriminalität schuld, sie provoziert sie aber!
das peinliche ist aber, die jenigen, die diese texte verfasse sind normale wohlstands kids die zu oft mtv geguckt haben und jetzt auf dicke hose machen!
Paging