Selbst der größte Hollywoodstar sei nicht gut genug, "unseren Übermenschen Stauffenberg zu spielen" - das, so der Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, hätte Donnersmarck besser nicht geschrieben.
Die Gedenkstätte Deutscher Widerstand kritisiert die geplante Besetzung für den Hollywood-Thriller "Valkyrie", in dem Tom Cruise den Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg darstellen wird. Es sei ein Widerspruch, einen Film, der als Unternehmen der Scientologen in der Öffentlichkeit wahrgenommen werde, mit der Zivilcourage eines Menschen zu verbinden, "der sich gerade antitotalitär entscheidet", sagte Gedenkstätten-Leiter Peter Steinbach im Deutschlandradio Kultur.
Donnersmarck spricht von "Verbotszirkus". (© Foto: dpa)
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Er bezweifle zudem, ob ein "Superman" wie Cruise in einem spektakulären Actionfilm die innere Entwicklung Stauffenbergs vom regierungstreuen Nationalsozialisten zum Hitler-Attentäter nachzeichnen könne. Dies ist bereits von mehreren Seiten scharf kritisiert worden - insbesondere mit Blick auf Cruises Rolle in der Scientology-Organisation.
Die USA sehen Scientology als Religionsgemeinschaft, Deutschland dagegen als Wirtschaftsunternehmen. Der deutsche Staat beobachtet Scientology wegen totalitärer Tendenzen - so warnt der baden-württembergische Verfassungsschutz, die Organisation unterhalte ein geheimdienstähnliches Netzwerk zur Diffamierung und Ausspähung von Gegnern und Kritikern sowie der Beseitigung jeglichen Widerstands gegen die Expansion der Organisation.
Privatsache Scientology
In Hollywood wie in Babelsberg wird Cruises Scientology-Mitgliedschaft als Privatsache betrachtet - die Dreharbeiten für den Film sollen am 19. Juli beginnen. Studio Babelsberg ist Koproduzent des Films, der weiterhin in Berlin und Potsdam realisiert werden soll, obwohl bereits zwei angefragte Drehorte nicht genehmigt wurden: Das Bundesfinanzministerium verweigert den Dreh im von ihm verwalteten Bendlerblock, von dem aus Stauffenberg sein Attentat geplant hatte und wo er nach dessen Scheitern hingerichtet worden war. Auch die Berliner Polizei erteilte einer entsprechenden Anfrage für das Polizeigelände an der Kreuzberger Friesenstraße eine Absage.
Der deutsche Regisseur und Oscar-Preisträger Florian Henckel von Donnersmarck ("Das Leben der Anderen") kritisierte derweil den "Verbotszirkus" um die Drehgenehmigung im Bendlerblock. "Waren uns Stauffenberg und Konsorten nach dem Krieg noch undeutsche Vaterlandsverräter, so ist uns heute selbst der größte Star der Siegernation nicht gut genug, unseren Übermenschen Stauffenberg zu spielen, wenn dieser Star in seinen persönlichen Überzeugungen nicht ganz auf dem gegenwärtigen Kurs Deutschlands liegt", schrieb er in einem Beitrag für die FAZ.
Die Bezeichnung Stauffenbergs als "Übermensch" stieß bei Steinbach auf schärfste Kritik; diesen Begriff dürfe man nach der nationalsozialistischen Erfahrung nicht mehr gebrauchen. Während sich die Kritik an Cruise in der Rolle des Widerstandskämpfers Stauffenberg mehrt, meinte von Donnersmarck, Cruise werde damit "das Ansehen Deutschlands mehr befördern als es zehn Fußball-Weltmeisterschaften hätten tun können".
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(sueddeutsche.de/dpa)
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Natürlich: "D a ß 'rübergemachte..."
...es bleibt mir nach wie vor verborgen, daß partout niemand erkennen will, daß Florian H. v. Donnersmarck mit "übermensch" seine herrlichste Ironie zum Ausdruck brachte... war denn v. St. nicht lange genug selber PG (s.u. Kommentar '...Feigling'...)?
Nebenbei: Das 'rübergemachte' Ex-DDR-Bürger pro-FHvD-Kommentare 'beröten' , spricht für sich...nu aba freilisch...
Und Freiheit ist immer nur so lange die Freiheit der Andersdenkenden, so lange die Andersdenkenden auch so denken. Das sollte übrigens für alle Minderheiten gelten.
So so, der GröFloZ (Größter Florian aller Zeiten) lebt also jetzt im Märchenland an der amerikanischen Westküste. (Hab ich hier irgendwo gelesen.) Im Land der Siegernation. Als Nachkomme der Verlierer. Tja, da muss er natürlich geradezu endoskopische Qualitäten entwickeln, wenn es ums Afterbohren geht. (Herrjeh, wie kann man nur so einen Schwachsinn von sich geben) Bin mal gespannt wie lang es dauert bis er merkt, dass er bei den „Siegern“ nur so lange willkommen ist, wie er ihnen den „bösen Deutschen“ macht. Beziehungsweise Filme über ebensolche. Aber vielleicht merkt er das ja auch garnicht. Vielleicht lässt er sich ja einbürgern und dreht demnächst ein Heldenepos mit Tom Cruise über den Irakkrieg. Im Stil von „Independance Day“.
„Abgesehen davon, Herr Donnerdingens, was heißt hier ‚Siegernation’? Ich dacht wir sind befreit worden? Oder etwa doch besiegt? Also nicht befreit? Hmmm, sind wir jetzt befreit worden, oder nicht, sind wir jetzt befr..............
Und was den Kurzen angeht: Der Ton macht die Musik. Was kommt der auch nach Berlin und macht hier ein großes Tamtam in der Scientology-Filiale. Wer so auftritt, für den ist seine Weltanschauung keine Privatsache mehr. Jemand, der in einer solchen Weise damit hausieren geht, muss es sich gefallen lassen, dass seine Arbeiten als Schauspieler mit seiner Zugehörigkeit zu dieser Sekte in Verbindung gebracht werden. Ich stimme mit dem Sohn von Stauffenberg überein: Er soll die Finger davon lassen. Abgesehen davon: Man stelle sich vor, Hollywood wollte einen Film über Charles de Gaulle während des 2. Weltkriegs drehen. Mit Tom Cruise als Hauptdarsteller. Die würden in ganz Frankreich keine Drehgenehmigung bekommen. Das wäre ja noch schlimmer, als wenn Danone von einer amerikanischen Brausefirma übernommen würde.
Und den kritischen Umgang mit Menschenfängern wie Scientology in Deutschland, halte ich für ein Zeichen gesellschaftlicher Reife. Wir können dabei leider auf schmerzhafte Erfahrungen mit totalitären Ideologien und ihren Propheten bauen. Das dies in anderen Ländern anders gesehen wird, braucht die deutschen Behörden nicht zu irritieren. Dort verfügt man über solche Erfahrungen nicht. Faschistische Gesinnung zeigt sich nicht erst an braunen Hemden und lautem Brüllen. Und Freiheit i
,,,,hoeren sie mal auf, sich an florian hvd und tom cruise abzuarbeiten. es ist ja erstaunlich was ihnen - und auch hernn peter steinbach - da alles einfaellt. man sollte mal zur sache kommen: ein film ist ein kunstwerk und ich rate ihnen sich mal mit dem filmemacher bryan singer zu beschaeftigen (der kuenstler dieses film´s).
.......und eins ist doch voelig klar, es ist heute nur moeglich einem breiten publikum ein schwieriges thema nahezubringen: .....mit einem grossen s t a r.....und das ist tom cruise nun mal. man kann florian hvd nur voll zustimmen.....(und noch einmal der tip das original in der faz lesen).
Paging