Streetart im RamallahMein Freund, der Feind

Der französische Straßenkünstler "JR" verwertet ganze Häuserfronten für seine Fotoinstallationen und beweist so, dass kein Medium zu alt für eine Neuerfindung ist. In Ramallah verbindet er mit seiner Kunst nun auch Menschen - über ethnische, religiöse und räumliche Grenzen hinweg.

Der französische Künstler "JR" zeigt, dass kein Medium zu alt für eine Neuerfindung ist. Der Fotograf verschmilzt in seinen Werken klassische Fotografie mit popkultureller Street-Art. In Ramallah verbindet er mit seiner Kunst nun auch Menschen.

Kaum ein Ort ist empfänglicher für politische Botschaften als Ramallah, weswegen der palästinensische Verwaltungs- und Parlamentssitz im Westjordanland eine ideale Bühne für "JR" darstellt. Auf großflächigen Schwarz-Weiß-Aufnahmen zeigt der französische Straßenkünstler sowohl Menschen aus Israel, als auch aus den konfliktbeladenen Palästinensergebieten. Das Projekt trägt den Namen "Time is now - Yalla" (arabisch für "Auf geht's").

Text/Bildauswahl: Johannes Schnös

Bild: dpa 8. September 2011, 13:262011-09-08 13:26:42 © sueddeutsche.de/js/pak