Er sei der einzige wirkliche deutsche Star, heißt es oft über ihn - und eigentlich ist da ja was dran. Götz George ist wohl der einzige in Deutschland, dem seine Allüren verziehen werden - und viele der Filme, die er vor Schimanski und nach Schimanski gemacht hat, sind dafür ja auch ein guter Grund. In "Schatz im Silbersee" hat er gespielt - aber eben auch in Staudtes "Kirmes" oder Godards "Le Vent d'Est". "Der Totmacher" hat ihn dann endlich wieder zu einem deutschen Leinwand-Star gemacht - und die Rolle des Fritz Haarmann, rührend und böse zugleich, war wahrlich der Höhepunkt seiner Karriere. Manchmal in den letzten Jahren, in Dietls "Rossini" beispielweise, hätte man sich dann gewünscht, dass die Rollen sich mit ihm entwickelt hätten - aber da war eben nur George, und der musste länger jung bleiben, als ihm gut tat. So gesehen ist er nun vielleicht in "Viktor Vogel", als alter Kreativer, der sich von dem jugendlichen Bild von sich selbst verabschiedet, bei sich selbst angekommen.

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Götz George (© )

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(sus)

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