Er war wie das Land, in dem er lebte. So fing ein Aufsatz an, den Redford in "So wie wir waren" geschrieben und mit dem er im Film Barbra Streisand das Herz gebrochen hat. "Alles fiel ihm zu leicht", hieß es damals weiter, "alles flog ihm zu." Das war 1973 die bemerkenswerte Selbsterkenntnis eines Stars, dem die Welt zu Füßen lag - und zwar völlig zurecht. "Jeremiah Johnson" und "Der Clou" waren bereits passiert - "Die drei Tage des Condor" und "Die Unbestechlichen" sollten noch folgen. All diese Rollen zeigten, dass er den Spruch von der Leichtigkeit des Gelingens durchaus verinnerlicht hatte und bereit war, dem Schicksal (und Amerika) für die gewährte Gnade etwas zurückzuzahlen, indem er bei der Rollenwahl Intelligenz walten ließ. Wo er auftrat, begann die Leinwand zu strahlen. Und als er auf die 50 zuging, wurde er immer noch besser, weil er wusste, dass er die Brüche des Alterns und die Risse der Erfahrung mitspielen musste. In "Jenseits von Afrika" genügten schon ein paar wenige wohlgesetzte Auftritte, um Meryl Streep Paroli zu bieten.
Robert Redford (© )
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Schon 1980 hatte er einen Oscar als Regisseur für "Eine ganz normale Familie" bekommen - mittlerweile sind es sechs Filme geworden, die alle durch eine große Ernsthaftigkeit bestechen, aber doch auch immer etwas unbefriedigend sind - als falle ihm auch das Regieführen irgendwie zu leicht. Nur wenn er auch selbst mitspielt, ist er wie das Land, in dem er lebt.
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