Von sus

... war lange genug Anwärterin auf ihren Platz im Star-Album

Manchmal kann die auf Film gebannte Idee von einem Star sich tatsächlich über die Zeit hinwegretten, so sehr, dass heute noch einer seufzt, wenn er sich daran erinnert, wie er das erste Mal eine Frau auf der Leinwand gesehen hat, in einem Film, der schon nicht mehr neu war, und sie war damals, als sie ihn gedreht hat, schon viel älter als er selbst: Hmm.. . 1953 hat Danielle Darrieux die Louise gespielt in Max Ophüls' "Madame de ...", hat sich verfangen im Spiel um die verhängnisvollen, die infernalischen Ohrringe, das sie selbst begonnen hat - vielleicht ist sie so unwiderstehlich, weil sie sich einen Teufel um Ehre schert, wenn die Liebe ins Spiel kommt.

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(© SZ v. 11.07.2002)

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Anfang der Dreißiger hat Danielle Darrieux ihre ersten Filme gedreht, da war sie noch ein Teenager. Über hundert sind es inzwischen, sie hat mehrfach mit Ophüls gearbeitet und mit Claude Autant-Lara, mit Chabrol und Techiné. Dreimal hat sie die Mutter von Catherine Deneuve gespielt, 1967 in "Les Demoiselles de Rochefort" von Jacques Demy - und Demys Damen sind natürlich auch Vorbilder im Geiste für ihren neuesten Film, "8 Frauen", der sie mit der Deneuve wieder als Mutter und Tochter vereint zu einem großen Showdown. Demys Liebe zu den Farben und zum spontanen Ausbruch in Gesang gehören zu den vielen Spuren, die François Ozon gelegt. Und vielleicht ist Ozon dabei auch aufgefallen, dass wahre Diven einfach unsterblich sind; Deneuve, Huppert, Ardant und Darrieux sind jeden Seufzer wert.

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