... hat eine Duschszene gedreht mit Richard Gere. Doch das ist es nicht, was sie in unser Star-Album gespült hat.

Catherine Keener bekommt eine unverwechselbare Mischung aus Fragilität und Härte zustande - sie wirkt irgendwie zart und gleichzeitig so, als sollte man sich vor ihr in Acht nehmen.

SZ v.03.07.2003 (© )

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Im unabhängigen amerikanischen Kino ist sie damit eine feste Größe geworden. Vor allem für Tom DiCillo hat sie immer wieder gespielt: Neben Brad Pitt war sie in "Johnny Suede", dann ist sie die Schauspielerin, um deren Szene es geht in "Living in Oblivion", Nicole, die gerne ernst genommen werden will in ihrem Beruf, von der aber doch alle nur wissen, dass sie eine Duschszene gedreht hat mit Richard Gere.

Für DiCillo hat sie auch eine sehr genervte dunkelhaarige Ehefrau gespielt, die ihrem Mann einiges durchgehen lassen muss in "The Real Blonde". In großen Produktionen war sie selten dabei - ganz am Anfang, 1991, als Sekretärin in Blake Edwards' "Switch". 1997 nahm Steven Soderbergh sie mit bei seiner Rückkehr nach Hollywood: als George Clooneys flatterhafte, aber sehr patente Ex-Frau in "Out of Sight". Ausgerechnet die Independent-Heldin Keener hat zuletzt eine Studiochefin gespielt - sie gängelt ihren erfolglosen Ehemann Al Pacino in "Simone". In einer ähnlichen Rolle hat sie nun Soderbergh in "Voll Frontal" besetzt, als Personalchefin, die ihre Probleme mit sich selbst kompensiert, indem sie andere quält. Eine ideale Rolle für Catherine Keener - bitterböse, aber ganz zerbrechlich dabei.

sus

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