Spannende Vita Hollywood entdeckt John McAfee

Blickt auf ein filmreifes Leben: John McAfee Anfang Dezember 2012 in Guatemala.

(Foto: AFP)

Software-Pionier, Jogalehrer und Millionär: John McAfee hat sein Leben oft umgekrempelt - nun wird seine spannende Vita offenbar verfilmt. Allein seine jüngste Flucht aus Belize nach Guatemala bietet genügend Stoff für Hollywood.

Das Leben des exzentrischen Software-Pioniers John McAfee (67) wird verfilmt. Medienberichten zufolge sollen sich gleich zwei Filmprojekte dem früheren Internet-Virenjäger widmen. Mit dem Verkauf seiner Anti-Viren-Softwarefirma hatte McAfee in den 1980er Jahren ein Millionenvermögen gemacht hat.

Das Filmstudio WarnerBros habe sich die Rechte zu einem ausführlichen Artikel über McAfee im Wired-Magazin gesichert, berichtete das einflussreiche Branchenblatt Hollywood Reporter. Kanadischen Medienberichten zufolge habe der Software-Pionier selbst die Rechte an seiner Geschichte den kanadischen Firmen Impact Future Media und Equinoxe Films überlassen. Wann die Filme in die Kinos kommen, war zunächst nicht klar.

McAfee gilt als einer der Pioniere bei der Entwicklung von Antiviren- und Computersicherheits-Software. Der Verkauf seines Computersicherheitsunternehmens McAffee soll ihm einen Betrag von 100 Millionen Dollar eingebracht haben. Danach arbeitete er als Yogalehrer und betrieb das "Aerotrekking", das Fliegen in geringen Höhen in einem Ultraleichtflugzeug.

2008 wanderte er in den zentralamerikanischen Staat Belize aus und wurde dort erneut unternehmerisch tätig. Ende 2012 sorgte er für Schlagzeilen, weil er aus Belize nach Guatemala floh und von dort in die USA ausgewiesen wurde. McAfee war im November 2012 illegal nach Guatemala eingereist, da ihn die Polizei Belizes in Zusammenhang mit einem Mord an seinem Nachbarn Gregory Faull in ihre Ermittlungen einbezog. McAfee selbst gab an, im Nachbarland um politisches Asyl bitten zu wollen, da er sich von Belizes Regierung verfolgt fühlte.

Der Software-Entwickler beteuerte mit dem Mord an seinem Nachbarn nichts zu tun zu haben. Dennoch wurde er in Guatemala wegen illegaler Einreise in wochenlange Haft genommen. Im Dezember wiesen ihn die guatemaltekischen Behörden an die USA aus.