Ein räumliches Ensemble einzelner Baukörper fassten die Architekten Garkisch, Schmid & Wimmer in München zusammen.

Kategorie: Sonderbauten

Baustoffhandel Kraft München

(© Foto: Florian Holzherr)

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Baustoffhandel Kraft München / 2008

Architekt: 03 Architekten GmbH, Garkisch, Schmid, Wimmer, Architekten BDA, Stadtplaner DASL, München

Bauherr: Kraft Baustoffe GmbH, München

Die bestehenden Baukörper eines Baustoffhandels werden zu einem räumlichem Ensemble zusammengefasst und vereinheitlicht. Gegenüber der unmittelbaren Umgebung wird das Ensemble der Kuben durch eine semitransparente Hülle abgegrenzt - das Gelände wird sowohl von Außen als auch von Innen als Einheit erfahrbar gemacht.

Bauaufgabe war, einen bestehenden Baustoffhandel in einem urbanen Gewerbegebiet im Münchner Süden zu sanieren und umzustrukturieren. Indem die einzelnen Baukörper als Ensemble verstanden werden, können die Abläufe des Betriebes neu organisiert werden; gleichzeitig wird eine dezidierte architektonische Haltung gegenüber dem heterogenen, von gewerblicher und Wohnbebauung geprägten Umfeld entwickelt. Die straßenbündige Fassade und die weitergeführte Säuleneichenallee leisten einen Beitrag zum Stadtbild. Innerhalb der äußeren Hülle, die das Gelände nachzeichnet und einfasst, bleiben die einzelnen Baukörper als einfache, klare Kuben ablesbar. Sie treten zueinander in Beziehung und bilden eine Hofsituation aus. Die Volumina der einzelnen Baukörper unterteilen das Gelände in Bereiche mit unterschiedlicher Zugänglichkeit. Dabei machen sie die funktionelle Heterogenität des Betriebes ablesbar: Neben einem Bürogebäude und einem Schulungszentrum mit Markt umfasst das Gelände eine Halle mit Lager und Kundenbereich.

Die Hülle stellt den Betrieb nach außen und innen hin als Einheit dar; das Innenleben des Baustoffhandels kann durch die Polycarbonatplatten von außen nur abstrahiert wahrgenommen werden. Die Hülle wirkt gleichzeitig als Schallschutzwand, die der Abschirmung gegen die angrenzenden Wohngebiete dient. Die Hüllen der Einzelvolumina innerhalb des Geländes sind bewusst farblos gehalten, mit einfachen Materalien und Kubaturen. Im Zentrum stehen die Handelsgüter des Betriebes mit den jeweiligen Verpackungsfarben.

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