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Shades of Grey, Sex und Skandalliteratur – Axolotl Roadkill

Auch "Axolotl Roadkill" (2010) war auf gleich mehrere Arten ein Skandalbuch. Erstens weil darin unter anderem von einer Sechsjährigen die Rede ist, der "bei vollem Bewusstsein gleichzeitig mit kochendem Schwefel die Netzhaut ausgebrannt und irgendein Schwanz in den Arsch gerammt wird, und danach verblutet sie halt mit weit geöffneten Augen auf einem Parkplatz", was aber egal sei - und weil das Buch trotzdem anfangs von den klassischen Feuilletons hoch gelobt wurde. Bis ein Blog auftauchte, bei dem die damals 18-jährige Literaturhoffnung Helene Hegemann Teile ihrer Schilderungen abgeschrieben haben soll. Die Plagiatsvorwürfe überschatteten einerseits den Verkaufserfolg, befeuerten ihn aber andererseits erst richtig.

Bild: dpa 18. Juli 2012, 16:182012-07-18 16:18:03 © Süddeutsche.de/rus/feko/holz