Von Bernd Graff

Dieser Mann opfert sich auf im Dienst an einem schöneren Leben. Klar, er ist auf verlorenem Posten. Denn für einen wie den Servicepionier ist unsere Zeit noch nicht reif. Sehen Sie selbst in unserer neuen Video-Serie, Teil 1.

Sein Markenzeichen ist die Nachtportiers-Klingel, die er sich auf den Scheitel geschnallt hat. Ein Schlag darauf, und schon ist er zur Stelle, um irgendwem mit irgendwas das Leben zu erleichtern. Er ist der Flaschengeist ohne Flasche, die Wunderlampe ohne Lampe. Ein dienstbarer Geist in einem volldigitalisierten Mobil, der sich gegen die Gegenwart stemmt, weil er Hässliches und Langweiliges nicht zulassen kann. Und weil er das Leben auch ein bisschen in der Pflicht sieht, Dienst zu üben am Lebenskunden, der nun einmal wir sind.

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Klar, der Mann muss scheitern. Aber er tut es aufrechten Hauptes, mit einem unerschütterlichen Lächeln. Die Klingel bleibt oben.

Wir zeigen ab jetzt Episoden aus dem bewegt-beschädigten Leben unseres Servicepioniers, dessen Rolli so hart an unsere Realität schrammt, weil er sie schöner machen möchte - ganz so wie Kinder sie schön machen würden, wenn man sie ließe.

Und während wir die schrulligen Aktivitäten dieses ersten und echten Dienstleisters noch belächeln, schimmert doch ein Funke durch seinen Quatsch und seine Vergeblichkeit. Es leuchtet die Erkenntnis, dass die Welt wohl auch schöner sein könnte. Nicht lang leuchtet sie so, denn dann versinkt alle Besserung in Lächerlichkeit.

In der ersten Folge sehen wir den Servicepionier im Dienst an der atmosphärischen Aufhellung einer ICE-Toilette. Und jeder von uns möchte danach rufen: Wären wir nur dabei gewesen! Viel Spaß bei unserer neuen Mini-Video-Serie, immer dienstags.

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(sueddeutsche.de/rus)