"Wenn er zu sehr störte in einer Redaktionskonferenz, dann habe ich ihm auch schon mal direkt gesagt: 'Halt die Fresse.'": Schmidt erörtert seine Affäre mit Pocher.
Im Verhältnis zwischen den Komikern Harald Schmidt und Oliver Pocher herrschte nicht nur Sonnenschein. Kurz nach der letzten Sendung "Schmidt und Pocher" hat Schmidt uncharmante Einzelheiten aus der Zusammenarbeit mit seinem Ex-Kollegen ausgepackt. "Wenn er zu sehr störte in einer Redaktionskonferenz, dann habe ich ihm auch schon mal direkt gesagt: 'Halt die Fresse.' Damit war es geregelt", sagte er dem Magazin Stern in einem am Dienstag veröffentlichten Gespräch. "Auf Zwischentöne zu setzen, dazu ist das Geschäft zu schnelllebig."
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Schmidt äußert sich über die Zusammenarbeit mit Pocher. (© Foto: dpa)
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Schmidt schickte dem zum Privatsender Sat.1 gewechselten Pocher ein zweifelhaftes Lob hinterher: Pocher sei "extrem gut im Beobachten und Adaptieren. Man lernt am schnellsten, wenn man Dinge, die man gut findet, kopiert. So hab ich's auch gemacht." Prinzipiell verstünden sich die beiden aber sehr gut, so Schmidt - auch wenn privat "null Kontakt" besteht.
Mal sehen ob das so bleibt, denn Pocher wird ab Herbst möglicherweise direkter Konkurrent von Schmidt im Kampf um die Zuschauer. Sat.1 hatte bekanntgegeben, dass Pocher einmal wöchentlich eine Late-Night-Show präsentieren wird. Einen Titel gebe es noch nicht.
Pocher wünscht sich Harald Schmidt als Gast seiner Show. Der 31Jährige sagte im ZDF, seine Show werde nach 22.00 Uhr laufen. "Es wird ein Stand-Up vorne geben, es wird eine Band geben, es wird Einspieler geben, sowohl von mir selber als auch als Figur. Ich werde Gäste haben, die werde ich in die Sendung mit einbinden." Das ist der klassische Aufbau einer Late-Night-Show, wie sie auch Schmidt wieder bei der ARD machen will.
"Ich bin jetzt energiegeladen", sagte Schmidt dem "Stern". In seine neue Show, die am 17. September anläuft, will Schmidt immer nur einen Gast einladen, aber einen hochkarätigen: "Politiker, Manager und Autoren, Leute, die in der 'Tagesschau' vorkommen."
(sueddeutsche.de/dpa/ap/irup)
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Als Harald Schmidt damals bei SAT 1 mit seiner Show am Start war, habe ich kaum eine Sendung verpasst. Sarkastische Kommentare, teilweise großartige Einspieler, fest eingeführte Personen wie eine falsche Pam Anderson, Kai Edel, etc. Und ein Harald Schmidt, der den Eindruck erweckte, sich wenigstens auf manche seiner Gäste zu freuen. Und die, die er langweilig fand mit milden Spott zu beehren.
Schon in den letzten 2 Jahren bei SAT 1 hatte die Show in meinen Augen allerdings schwer nachgelassen. Schmidt wirkte lustlos und der milde Spott war in kaum kaschierte Verachtung übergegangen. Als dann Schawinski neuer Chef von Sat 1 wurde, war für Schmidt der perfekte Moment des Abgangs gekommen...und dabei hätte er es auch bleiben lassen sollen.
Nachdem Schmidt dann nach einem Jahr Pause bei der ARD eingestiegen ist, war er noch lustloser und hatte noch weniger für seine Gäste übrig. Ein paar alte Bekannte (Balder, von der Lippe) werden freundlich-distanziert behandelt, der Rest scheint ihn nur anzuöden. Der teilweise rüde Umgang mit Spontangästen aus dem Publikum wirkt nicht lustig sondern abstoßend.
Die ARD hat allerdings auch alles getan um einen möglichen Erfolg einer Neuauflage zu verhindern. Die Sendung kam viel zu selten und nicht zu immer gleichen Anfangszeiten. Das macht es natürlich schwer eine Sehgewohnheit zu etablieren. Die Aufregung um gelegentlich leicht umstrittene Themen zeichnete das Bild eines konservativen und altbackenen Senders. Da hilft auch das Ranschmeißen an das jüngere Publikum mittels eines Oliver Pocher nichts.
Seitdem ich (viel zu spät) Kenntnis von der "Daily Show" mit Jon Stewart erlangt habe, wird mir mehr und mehr bewusst, wie eine gute, tägliche Late Show auszusehen hat.
Ein witziger Moderator mit perfektem Timing der seinen Gäste mit Respekt aber ohne Ehrfurcht gegenübertritt. Perfekte Unterhaltung einfach.
Mir ist nicht aufgefallen, dass Schmid ein breites Allgemeinwissen hätte. Er liest nur ständig Zeitung und hat die aktuellen Themen drauf, was Personalities betrifft. Eigentlich ist er ein präzise formulierender Professor für die bunte Presse.
Pocher ist einfach nur eine Schnatterende mit großer Zukunft in den Schnatterkanälen.
Humor wie Schmid hat nie "seine Zeit gehabt". Intelligenz und ein breites Allgemeinwissen sind nie in oder out.
Schwachköpfe wie Barth, Krömer und Roche, die haben "ihre Zeit"...
Immer wieder interessant, wie Schmidt nieder gemacht wird. Wahrscheinlich das typisch deutsche Phänomen, dass Menschen die cleverer, schöner und reicher als man selber ist, immer niedergemacht werden.
Wer ist denn bitte origineller, humorvoller und cleverer als Schmidt??
Grüsse
Schmid hat seine Zeit gehabt. Das war einmal Jetzt versucht er auf niederträchtige und billige Weise seinen Marktwert künstlich zu erhöhen. Ziemlich armselig.
Schmidt ist eben anders. Entweder man mag solche Typen oder nicht.
Pocher ist flach und durchschnittlich.
Daher würde ich sagen: Schmidt hat die nächsten 54,3 Jahre ca. 1 Million Zuschauer, Pocher hat in der ersten Sendung 5 Millionen, in der zweiten Sendung 3 Millionen und 2010 wird er dann durch Mario Barth ersetzt. ;-)
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