In der Debatte um das "Nazometer" aus Harald Schmidts und Oliver Pochers erster gemeinsamer Sendung meldet sich nun ARD-Programmdirektor Günter Struve zu Wort. Er verteidigt den Witz der beiden als Metapher.
Von der Aufgeregtheit erfuhr ARD-Programmchef Günter Struve, 67, in der vergangenen Woche beim Familienurlaub unter der Sonne Kaliforniens. Was war passiert? SWR-Intendant Peter Boudgoust, 52, hat sehr nachträglich die erste Ausgabe von "Schmidt & Pocher" kritisiert.
Harald Schmidt und Oliver Pocher - wo ist die Grenze? (© Foto: Getty Images)
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Ende Oktober hatten sich Harald Schmidt, 50, und Oliver Pocher, 29, infolge der Debatte um Eva Hermans Äußerungen zur Familienpolitik der Nazis mit politisch korrekter Alltagssprache in der ARD beschäftigt. Die Einlage war erkenntlich auf dem Siedepunkt des allgemeinen Herman-Gebrabbels gekocht. Hinter Boudgousts Unmut kann sich wohl nur der Unmut der nicht amüsierten SWR-Gremien verstecken.
Günter Struve sagt jetzt: "Satire darf an die Grenze. Das tut sie in diesem Fall." Boudgoust dagegen kritisierte ein "lustvolles Überschreiten von Grenzen". Schmidts und Pochers gespielter Witz ("Nazometer") sei als Metapher auf eine gesellschaftliche Debatte zu werten, findet wiederum Struve. Boudgoust will beim kommenden Intendantentreffen (26. bis 28. November, Bremen) offiziell über "Schmidt & Pocher" reden lassen. Inoffiziell werden die ARD-Manager über Volker Herres sprechen, den Programmdirektor des NDR. Herres, 50, soll 2008 Nachfolger von Struve werden.
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(SZ vom 13.11.2007/ihe)
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