Zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Als Brent Tarleton wurde Fred Crane weltberühmt. Nun ist der letzte Held aus dem Südstaatenepos "Vom Winde verweht" gestorben.
Der amerikanische Schauspieler Fred Crane, der Filmfigur Scarlett O'Hara in dem Klassiker "Vom Winde verweht" umschwärmte, ist tot. Er starb im Alter von 90 Jahren in einem Krankenhaus bei Atlanta im US-Bundestaat Georgia, berichtete die Los Angeles Times unter Berufung auf Cranes Frau. Er galt als letzter noch lebender Darsteller aus dem Südstaaten-Melodrama, das 1939 Hollywood-Geschichte machte.
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Der Schauspieler Fred Crane mit einem Foto seiner größten Rolle in der legendären Südstaatenschnulze "Vom Wind verweht". (© Screenshot: sueddeutsche.de)
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Der damals 20-jährige Crane spielte Brent Tarleton, einen Verehrer von Scarlett O'Hara - dargestellt von der Schauspielerim Vivien Leigh. Er freundete sich damals mit George Reeves, dem späteren TV-"Superman" an, der in "Vom Winde verweht" seinen Zwillingsbruder spielte.
"Ich bin nur eine kleine Scherbe in einem großen Mosaik", sagte Crane einmal über seinen Auftritt in dem Klasser. Mit 50 Dollar in der Tasche war er 1938 aus New Orleans mit dem Zug nach Hollywood gereist. Er begleitete eine Bekannte zum Vorsprechen für eine Rolle und fiel dabei selber mit seinem Südstaaten-Akzent und durch sein gutes Aussehen auf. "Ich war zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort", sagte Crane.
Bis in die 60er Jahre hinein arbeite Crane hauptsächlich an Fernsehproduktionen mit, danach war er als Moderator bei einem Radiosender tätig. Mit seiner fünften Ehefrau betrieb er bei Atlanta zeitweise ein kleines Hotel, das er mit Film-Memorabilien von der Oscar-gekrönten Romanverfilmung schmückte.
(dpa/ssc/mel)
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"Er galt als letzter noch lebender Darsteller aus dem Südstaaten-Melodrama, das 1939 Hollywood-Geschichte machte." Das mag ja sein und ist dennoch irreführend, wenn nicht gleich anschließend erwähnt wird, dass eine der (Haupt-)DarstellerINNEN noch lebt, nämlich Olivia de Havilland ("Melanie Hamilton/Wilkes"). So viel Platz sollte sein, wenn man "Gone with the Wind" schon in den Mittelpunkt stellt...