Russische Farbfotografien

Ohne Prokudin-Gorskis Bilder wäre der Bildband eine spannende Geschichtsstunde. Mit ihnen ist er eine Freude. Nach der Oktoberrevolution 1917 boten sogar die Bolschewiken dem adligen Fotografen eine Professur an. Prokudin-Gorski lehnte ab. Er wanderte nach Paris aus und nahm 22 Holzkisten voller Glasplatten und Alben mit schwarz-weißen Abzügen mit. In Paris starb er 1944. Sein Sohn verkaufte die Platten an die Library of Congress in Washington, wo sie bis heute aufbewahrt werden. Von den zehntausend Aufnahmen sind knapp zweitausend erhalten geblieben.

Das russische Zarenreich, 1855-1918. Hrsg. Philipp Blom und Veronica Buckley. Christian Brandstätter Verlag, Wien-München. 248 Seiten, 49,90 Euro.

25. Januar 2013, 09:59 2013-01-25 09:59:55

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