Angela Merkel am Sonntagabend auf Deutschlands größtem Privatsender - das kam ungefähr so gut an wie das "Wort zum Sonntag".

Vielleicht lag es an dem Titel "Townhall meeting", vielleicht an der für RTL ungewöhnlich hohen Dosis Politik, vielleicht auch am Star der Sendung: Jedenfalls war Angela Merkel am Sonntagabend Quotengift auf Deutschlands größtem Privatsender. Ihre Sendung "Zuschauer fragen - Bundeskanzlerin Merkel antwortet" sprach nur 1,55 Millionen Deutsche an - ein bescheidener Marktanteil von 5,9 Prozent.

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Das ist für die RTL-Macher, für die ein dreifacher Wert nicht ungewöhnlich ist, ein herber Flop. Die unsagbar langweilig-brave Fragerunde, die Spiegel TV mitproduziert hatte, erreichte noch nicht einmal die Hälfte des Senderschnitts. Insgesamt hatte die Merkel-Runde nicht einmal halb so viele Zuschauer wie die zur selben Zeit in der ARD laufende Talkshow "Anne Will".

Schon der Film "Garfield 2", den RTL vor Merkel platzierte, hatte noch nicht einmal drei Millionen Zuschauer gelockt. Die Konkurrenz mit "Polizeiruf 110" in der ARD und dem Film "The Da Vinci Code" auf Pro Sieben war zu stark.

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(sueddeutsche.de/jja/rus)