Angela Merkel am Sonntagabend auf Deutschlands größtem Privatsender - das kam ungefähr so gut an wie das "Wort zum Sonntag".
Vielleicht lag es an dem Titel "Townhall meeting", vielleicht an der für RTL ungewöhnlich hohen Dosis Politik, vielleicht auch am Star der Sendung: Jedenfalls war Angela Merkel am Sonntagabend Quotengift auf Deutschlands größtem Privatsender. Ihre Sendung "Zuschauer fragen - Bundeskanzlerin Merkel antwortet" sprach nur 1,55 Millionen Deutsche an - ein bescheidener Marktanteil von 5,9 Prozent.
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Das ist für die RTL-Macher, für die ein dreifacher Wert nicht ungewöhnlich ist, ein herber Flop. Die unsagbar langweilig-brave Fragerunde, die Spiegel TV mitproduziert hatte, erreichte noch nicht einmal die Hälfte des Senderschnitts. Insgesamt hatte die Merkel-Runde nicht einmal halb so viele Zuschauer wie die zur selben Zeit in der ARD laufende Talkshow "Anne Will".
Schon der Film "Garfield 2", den RTL vor Merkel platzierte, hatte noch nicht einmal drei Millionen Zuschauer gelockt. Die Konkurrenz mit "Polizeiruf 110" in der ARD und dem Film "The Da Vinci Code" auf Pro Sieben war zu stark.
(sueddeutsche.de/jja/rus)
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Nennt man das dann audience flow?
So so, eine hohe Dosis "Politik"? Nein, eine hohe Dosis CDU- Propaganda! Und die verabreicht RTL nicht wegen der Einschaltquote... Das war eine Wahlkampfspende, locker über 20000,- , die im Rechenschaftsbericht der CDU nicht aufzutauchen braucht!
abkupfern bei den Amis, bringt dem Dummensender RTL mit seinem "Townhall meeting" keine Quote.
Wer hatte von der "Königin des Opportunismus" eigentlich irgendwelche handfesten Aussagen erwartet? Opportunismus ist die passende Eigenschaft, um in Parteihierachien schnell aufzusteigen und sich bei vermeintlich höheren Machthabern beliebt zu machen. So kannte sich beispielsweise Angie 2002 noch besser als der US-amerikanische Präsident über die Massenvernichtungswaffen im Irak aus, um George Bush zu gefallen und mit ihm in den Krieg zu ziehen.
Das Problem an Opportunisten ist allerdings ihr Handeln in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Nun reicht gutes Zureden nicht mehr aus, hier ist entschlossenes Handeln gefragt. Und die Laissez-faire-Politik von Angie und Steinbrück bringt nicht nur Paul Krugman zur Weißglut: http://krugman.blogs.nytimes.com/2008/12/11/the-economic-consequences-of-herr-steinbrueck/
Diese "Aussitz"-Politik von Angie wird schließlich dafür sorgen, dass D ganz tief in die Rezession rutschen wird.
Aber wenigstens hatte sie sich vorher "für ihre Bürger" hübsch gemacht...
Ich hab in den Werbepausen von DaVinci Code mal rübergezappt. Hat mir schon gereicht. Brave Zuschauerfragen "provozieren" die altbekannten Sprechblasen. Informationswert = Null, noch nicht mal ein Unterhaltungswert. Hätte mich bloß geärgert, das weiter anzuschauen, schon alleine, weil das allzu offensichtlich eine reine PR-Veranstaltung war. Ich frag mich, wer sowas noch ernst nimmt.
Paging