Robert-Crumb-Ausstellung in ParisIn der Umklammerung von Monsterfrauen

Skeptische Selbstporträts, die Schöpfungsgeschichte und ein Tunnelblick mit Brüsten: Eine Ausstellung in Paris zeigt unbekannte Zeichnungen und drastische Strips des Comic-Genies Robert Crumb. Die missglückte Schau ist typisch für die Probleme der Museen mit der Comic-Kunst.

Skeptische Selbstporträts, die Schöpfungsgeschichte und ein Tunnelblick mit Brüsten: Eine Ausstellung in Paris zeigt unbekannte Zeichnungen und drastische Strips des Comic-Genies Robert Crumb. Die missglückte Schau ist typisch für die Probleme der Museen mit der Comic-Kunst.

Als vor einigen Jahren das Werk von Robert Crumb in Köln mit einer ersten Retrospektive geehrt wurde, entwarf der Comic-Zeichner als Plakat ein Selbstporträt, darunter stand als Ausstellungstitel ein skeptisches: 'Yeah, but is it art?' Das war natürlich im Jahr 2004 schon längst nicht mehr die Frage.

Seit den siebziger Jahren haben sich Museen für alle Formen der Bildproduktion geöffnet; wo Magazinseiten oder Industriefotografie gewürdigt werden, kann ein Zeichner wie der 1943 in Philadelphia geborene Crumb kein Fremder sein.

Bild: Abb.: Katalog 5. Juni 2012, 12:312012-06-05 12:31:50 © SZ vom 05.06.2012/mahu