Lethargie dominiert die Filme Asiens in Forum und Panorama.
Eine rätselhafte Verlorenheit umgibt seit Jahren die Helden der asiatischen Filme, von jungen Regisseuren aus Korea, China, Japan und Malaysia - die auch dieses Jahr im Programm des Forums des Jungen Films und des Panoramas wieder zahlreich vertreten sind.
Der japanische Film "Shisso" zeigt einen Jungen, der zwischen der Sehnsucht nach seiner Jugendliebe, erotischen Alpträumen und kriminellen Verwicklungen mit Gangstern und Hostessen ins Schlingern gerät. (© Foto: Berlinale)
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Eine unbestimmbare Suche treibt sie, eine unstillbare Sehnsucht nach dem Glück, der Liebe, der Zukunft, nach einem Leben, dessen Konturen sie noch nicht kennen. Und auch wenn die Filme nicht konkret von den Erschütterungen der Welt und ihrer Politik erzählen, so klingt in all den privaten Katastrophen, die sie präsentieren, ein Echo davon dennoch nach.
Dreamer und Drifter
In "Big River" von Atsushi Funahashi, einem der schönsten Forum-Filme, trottet der vom japanischen Superstar Joe Odagiri gespielte Teppei mit einem großen Rucksack und einem roten Poncho allein durch die weite Wüste Arizonas.
Er trifft auf Ali, einen muslimischen Pakistani, der seine weggelaufene Frau zurückholen will, und etwas später auf die blonde Sarah, die im nahe gelegenen Trailerpark lebt. Für eine Weile formieren sich diese drei ungleichen Zufallsbekannten zu einem beiläufig magischen Roadmovie-Trio, später streifen sie durchs Monument Valley - und mit den Augen eines Japaners gesehen, erscheint das legendäre John-Ford-Country der Indianerkriege in ganz neuem, so archaischem wie modernem Licht.
Ein Jahr nach den Anschlägen auf das World Trade Center hatte der Regisseur eine Dokumentation über die Hinterbliebenen gedreht, auf untergründige Weise ist nun auch sein Spielfilm ein diskreter Kommentar zum Zustand der Nach-9/11-Welt geworden.
Auch "Monday Morning Glory/Lampu Merah Mati" von Woo Ming Jin nimmt die Schwingungen des Terrors auf. Eine Woche nach einem fiktiven, aber von den Bali-Anschlägen inspirierten Bombenattentat auf einen malaysischen Nachtclub, bei dem 199 Menschen ums Leben kommen, lädt der Polizeichef zum Lokaltermin am Standort der Terrorzelle, wo er die Ereignisse vor Journalisten von den gefassten Terroristen rekapitulieren und nachstellen lässt.
Wie Statisten in ihrem eigenen gespenstischen Theaterstück wirken diese verstockten jungen Männer, die da, mit angepappten Namensschildern, verloren in der kargen Landschaft stehen und so gar nichts an sich haben von gefährlichen Terror- Masterminds. Wie in Spielbergs "Munich" hat der Terror auch hier ein ganz unscheinbares, ein amateurhaftes Gesicht.
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Bundespräsident Gauck in Israel