Maria Furtwängler: Promovierte Medizinerin, Tatort-Kommissarin und Fliehende über das Haff
Aus Sicht des Leute-Magazins Bunte war es vermutlich die richtige Entscheidung, jetzt die Schauspielerin Maria Furtwängler aufs Cover zu nehmen. Furtwängler ist die Heldin in jenem Zweiteiler der ARD, der die Flucht der Deutschen aus Ostpreußen thematisiert. Am Sonntag lief der erste Teil, an diesem Montag kommt der zweite. Neun Millionen Euro hat das Drama gekostet. Dem Oscar-Gewinner Das Leben der Anderen, das zum Vergleich, standen nicht einmal zwei Millionen Euro zur Verfügung.
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Dass Maria Furtwängler seit 16 Jahren mit dem Verleger Hubert Burda, 67, verheiratet ist, dem auch die Bunte gehört, steht gewissermaßen auf der Rückseite des Titelblattes. Für nicht wenige sieht es so aus, als habe Furtwängler im passenden Moment Hilfe erfahren von der publizistischen Kraft des eigenen Hauses. Was von einem TV-Projekt meist übrig bleibt, ist die Quote, und Quote kann man durch geschickte wie aufdringliche PR steigern. Andererseits wurde Die Flucht schon vorher flächendeckend ausgedeutet, im Mittelpunkt fast immer: Furtwängler.
Am 7. April 2002 debütierte Furtwängler als Tatort-Kommissarin Charlotte Lindholm. Seitdem schalten durchschnittlich 10,22 Millionen Menschen ihre Tatorte ein und seitdem wird sie als Schauspielerin auch wahrgenommen. Ihre Jahre als Aktrice teilt Maria Furtwängler selbst in die Zeit vor und die Zeit nach dem Tatort ein. Vorher begann 1974. Als Achtjährige wirkte sie in dem Melodrama Zum Abschied Chrysanthemen mit, von 1986 bis 1991 war sie in der ARD-Serie Die glückliche Familie zu sehen, mit Maria Schell.
Eine Schauspielschule hat Maria Furtwängler, die in München ein französisches Gymnasium besuchte, nie absolviert. Sie lernte von ihrer Mutter, der Schauspielerin Kathrin Ackermann. Der Mutter verdankt sie ihren berühmten Namen: Kathrin Ackermann war mit Bernhard Furtwängler verheiratet - der Dirigent Wilhelm Furtwängler ist Maria Furtwänglers Großonkel. Erlebt hat sie ihn nie. Er starb 1954.
In die Vor-Tatort-Zeit fallen noch das Medizinstudium, das sie abschloss, ihre Promotion und die Geburt ihrer Kinder Elisabeth und Jacob. In der Zeit danach gab es bald Drehbuchbesprechungen, die begannen damit, dass ein Regisseur sich seine Hauptdarstellerin aussuchen wollte und endeten damit, dass Maria Furtwängler sich ihren Regisseur aussuchte. Sie hat viel mehr Humor, als man ihr zutraut, sofern man sie nur als Rolle aus dem Fernsehen kennt. Außerdem ist sie gedankenschnell und präzise.
Im Fernsehen kann sie kühl und ehrgeizig wirken. Das Fernsehen ist ein Wirkungsmedium, besonders für die Unterhaltung. Maria Furtwängler, 40 Jahre alt, ist als Schauspielerin eine Unterhaltungskünstlerin: Weil sie ein bisschen Ärztin ist, ein bisschen Mutter, ein bisschen blond, ein bisschen High Society. Weil sie alles miteinander verbindet, Beruf, Familie, Glamour, Intelligenz und Weiblichkeit. Weil sie also ist, wie ihr Publikum gerne wäre. Das ist auch moderne Kunst. Vielleicht, sagt sie, müsse man ihre Schauspielerei bald neu ordnen: in die Zeit vor der Flucht und in die Zeit danach.
(SZ vom 5.3.2007)
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Wow, dass man hier auch mal was gutes über diue Faru hört.......schön, schön.....find ich gut :-)
...kaum sieht eine mal etwas besser so, so wie die Pauli oder nun die Furtwängler, da müsst ihr gleich wieder mit dem döhnsigen Gemosere anfangen...
Für mich sieht das immer so aus, als hätte Frau Furtwängler sich Botox spritzen lassen, ihr Gesicht wirkt wie eingefroren, da gibt es keine unterschiedliche Mimik.
Also was hier über Frau Furtwängler geschrieben wird ist meiner Meinung nach vollkommen falsch!!!!! Wenn man eine Person nicht wirklich kennt, sollte man sie auch nicht derart kritisieren! Ob einem nun die Art, wie sie sich in Filmen zeigt, gefällt oder nicht, dass sei jedem selbst überlassen, aber um ihre Arbeit so zu kritisieren, sollte man es erstens einmal selber so weit bringen und zweitens selber einmal vor die Kamera stehen und dann lässt sich über die "Fähigkeit von Frau Furtwängler über die Mimik Gefühle auszudrücken" reden. Und zum Thema "über beziehungen zum Erfolg": Hört man da nicht ein wenig Neid heraus??? Das nennt sich dann ja wohl unterstes Niveau...
Paging