Ja, sie singt jetzt auch noch - höher - schneller - weiter - öffentlich-rechtlich. Aber wir schwören: Dies ist garantiert unser allerletzter Versuch, den Erfolg der gern geschmähten und dennoch unvermeidlichen Sängerin Anastacia zu verstehen.
Plötzlich sitzt man allein in der Suite des Londoner Hotel Landmark.
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Anastacias Lieder liefern für den täglichen Überlebenskampf im Spätkapitalismus das seelische Rüstzeug. (© Foto: dpa)
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Die Frau ist genauso schnell wieder verschwunden, wie sie kurz vorher aufgetaucht war. Die Sängerin Anastacia Newkirk wurde gerade von einem für Popstars ihres Verkaufsrangs obligatorischen fünfköpfigen Begleitertross hinausgeleitet: Anastacia Newkirk, für die Welt nur Anastacia, amerikanische Staatsbürgerin, geboren am 15. September 1973, ungefähr 15 Millionen verkaufte Tonträger schwer, zuletzt mit ihrem aktuellen, dritten Album "Anastacia" nach dem ursprünglichen Neueinstieg von 0 auf 1 in die deutschen Charts und einem kurzzeitigen Absacken wieder auf Nummer Eins geklettert; vom heutigen Tag an ist sie sozusagen rund um die Uhr mit gleich zwei Songs im Trailereinsatz für die ZDF-Olympia-Übertragungen.
Jetzt aber geht es erst einmal im Stechschritt zur Limousine, die sie hinausfahren wird zu den BBC-Studios und danach noch zu zwei anderen Fernsehstudios. Der Terminplan - "mörderisch", sagt eine Mitarbeiterin ihrer Plattenfirma.
Anastacia Newkirk befindet sich zu diesem Zeitpunkt, es ist Anfang Juli, seit einer Woche in Europa, wird weitere knapp drei Wochen kreuz und quer über den Kontinent hetzen, ein, zwei Dutzend Interviews pro Tag geben und in so vielen Fernseh- und Radioshows auftreten, wie der jeweilige Tag und Ort Fernseh- und Radioshows hat.
Anastacia Newkirk, es lässt sich nicht anders formulieren, ist auf einem Feldzug.
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Studie zur Beliebtheit der Deutschen