Nach 42 Jahren wird die legendäre Show "Top of the Pops" eingestellt. Zu hart sei die Konkurrenz von Musikvideos, Internet und 24-Stunden-Programmen geworden, lautet die offizielle Begründung.

Die Beatles waren da und die Rolling Stones auch. Später kam Madonna, dann Britney Spears, die Sugababes und überhaupt irgendwie jeder, der etwas mit Pop-Musik zu tun hatte. Nach dem 30. Juli werden sie nie wieder kommen.

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Die britische BBC nimmt die Musiksendung "Top of the Pops" nach 42 Jahren aus dem Programm. Die Sendung habe bei der "ständig wachsenden Konkurrenz" durch Musik-Fernsehkanäle und Angebote im Internet nicht mehr mithalten können, begründete Fernsehdirektorin Jana Bennett am Dienstag die Entscheidung. "In einer sich schnell verändernden Musiklandschaft spielte 'Top of the Pops' nicht mehr die zentrale Rolle, die es früher einmal hatte."

Trotz reformierter Programmgestaltung und der Verlegung des Sendeplatzes konnte die unter dem Kürzel "TOTP" bekannte Sendung den Zuschauerschwund zuletzt nicht mehr stoppen. "Die Zeit ist gekommen, um die Show zu einem natürlichen Ende zu bringen", erklärte Bennett.

BBC-Unterhaltungschef Mark Cooper kündigte an, dass künftig eine Sendung mit dem Titel "TOTP2" besondere musikalische Häppchen aus dem Archiv der Sendung ausstrahlen wird. Die letzte Folge der Original-Sendung soll am 30. Juli laufen.

"Top of the Pops" war in den vergangenen Jahrzehnten zum Vorbild für Musiksendungen weltweit geworden. Am Neujahrstag 1964 startete die Show mit einem Auftritt der "Rolling Stones", die ihr Lied "I Wanna Be Your Man" zum besten gaben. Platz eins der Hitparade belegten damals die Beatles mit "I Want To Hold Your Hands".

Ihre größte Zeit hatte "TOTP" in den 70er Jahren, als Woche für Woche rund 15 Millionen Briten einschalteten. Stars aus Rock und Pop gaben sich damals bei "Top of the Pops" die Klinke in die Hand.

Mit dem Aufkommen von Musikvideos und Musikkanälen mit 24-Stunden-Programm bekam die halbstündige Sendung ernsthafte Konkurrenz. Das Konzept von "Top of the Pops" wurde unter gleichem Namen ins Ausland exportiert. In Deutschland wird die Sendung von RTL produziert, in Frankreich von France 2.

Andere Stimmen im Kondolenz-Forum auf der Webseite der BBC behaupten allerdings, an der Konkurrenz liege es nicht. Vielmehr habe die Sendung mit ihren flachen Pop-Programm selbst zu ihrem Untergang beigetragen. Früher sei eben alles besser gewesen, vor allem die Popstars.

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(AFP/sueddeutsche.de)