Pink Floyd Das Ende der Spekulationen

Der gemeinsame Live8-Auftritt der früheren Bandkollegen Roger Waters und David Gilmore hat die Fans hoffen lassen. Aber eine Tournee wird es nicht geben.

Die legendäre Rockband Pink Floyd wird nach ihrer Wiedervereinigung für einen Auftritt Anfang Juli bei den Live-8-Konzerten keine Tournee folgen lassen.

Pink Floyd

Dave Gilmore (l.) und Roger Waters beim gemeinsamen Auftritt im Londoner Hyde Park im Juli.

(Foto: Foto: Reuters)

Roger Waters sagte in einem Spiegel-Interview auf die Frage, ob sie das 200-Millionen-Dollar-Angebot annähmen: "Das ist ausgeschlossen. Meine Beziehung zu Dave (David Gilmour) ist sehr komplex, und in vielen Dingen trennen uns nach wie vor unüberbrückbare Gegensätze. Aber gerade deswegen ist es doch fabelhaft, dass wir ein Exempel dafür statuiert haben, dass man sich, wenn es sehr wichtig ist, auch mal zusammenreißen kann."

Der 62-jährige Brite, der 1985 Pink Floyd verließ, stellte immerhin eine Wiederholung eines gemeinsamen Auftritts in Aussicht: "Und wenn der Anlass stimmt, ist so was sicherlich auch noch mal vorstellbar", sagte er.

Wie es zur Versöhnung kam, schilderte Roger Waters so: "Bob Geldof hatte Dave zwei Mal angerufen, und der hatte beide Male abgelehnt.

Dann versuchte Geldof es bei Nick Mason, dem Schlagzeuger, der ihm sagte, dass nur ich das in die Wege leiten könne." Geldof habe ihn dann angerufen und erklärt: "Roger, wir müssen die Welt retten." Waters sagte weiter: "Ich wollte nur wissen, welchen Platz in der Abfolge er beim Konzert für uns geplant hatte."

Dass vor ihnen Madonna und zum Schluss Paul McCartney auftreten sollte, damit sei er zufrieden gewesen. Er habe sich dann von Bob Geldof die Telefonnummer von David Gilmour geben lassen und diesen zum ersten Mal nach sehr vielen Jahren angerufen. "Dave nahm selber ab und war durchaus überrascht, meine Stimme zu hören", sagte Waters. Nach 24 Stunden Bedenkzeit habe er dann zugesagt.