Philip Roth "Ich bin sehr froh, dass ich noch lebe"

Philip Roth in seiner Wohnung in Manhattan.

(Foto: Philip Montgomery/The New York Times/Redux/Laif)

Philip Roth schreibt nicht mehr, hat aber immer noch viel zu sagen, sei es über Trump, die "Me Too"-Debatte, seine 50 Jahre als Autor oder das Wunder, jeden Morgen aufzuwachen.

Interview von Charles McGrath

Mit dem Tod von Richard Wilbur im vergangenen Oktober wurde Philip Roth das dienstälteste Mitglied in der Literaturabteilung der American Academy of Arts and Letters. Das ist jene ehrwürdige Hall of Fame im Norden Manhattans, die für die Kunst ähnlich bedeutend ist wie Cooperstown für den Baseball. Roth ist bereits so lange Mitglied, dass er sich noch an Zeiten erinnern kann, als inzwischen fast vergessene Persönlichkeiten wie Malcolm Cowley und Glenway Wescott - weißhaarige Koryphäen aus einer anderen Ära - ...