Nominierte Darsteller für den Oscar:Jung gegen alt

In der Kategorie weibliche Hauptrolle tritt eine Neunjährige gegen eine 86-Jährige an. In anderen Kategorien hoffen unter anderem Anne Hathaway, Philip Seymour Hofmann, Christoph Waltz und Helen Hunt auf den Oscar. Wer hat die Trophäe verdient?

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Nominierte Darsteller für den Oscar

Beste Nebendarstellerin

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(Foto: 2012 Twentieth Century Fox)

Helen Hunt als Cheryl in "The Sessions" Eine Sextherapeutin, die einem Behinderten im Gefängnis seines Körpers die Ängste vor der körperlichen Liebe nimmt: Helen Hunt wagte sich für "The Sessions" an eine ungewöhnliche Rolle in einem vielgelobten Film. Dabei ist sie nicht gerade für Sexszenen bekannt. Der Mut, sich mit knapp 50 Jahren nackt vor der Kamera zu zeigen, könnte sich nun auszahlen. Einen Oscar hat die Kalifornierin bereits seit 1998 im Regal stehen, damals wurde sie als Beste Hauptdarstellerin für "Besser geht's nicht" mit Jack Nicholson ausgezeichnet.

Nominierte Darsteller für den Oscar

Beste Nebendarstellerin

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(Foto: dpa)

Anne Hathaway als Fantine in "Les Miserables" Sie singt, weint, singt, hadert mit der Welt, singt - und erleidet herzzerreißende Schicksalsschläge. Die Rolle der Fantine aus dem Musical "Les Misérables" hat Potenzial, Herzen zu erweichen oder aber kitsch-resistente Zuschauer in den Wahnsinn zu treiben. Anne Hathaway hat sich die Neuverfilmung trotzdem getraut, selbst gesungen und dafür bereits etwa zwei Dutzend Auszeichnungen eingesammelt, darunter einen Golden Globe als Beste Nebendarstellerin. Im Twitter-Oscar-Index hat sie sich als Favoritin etabliert. In diesem Index werden die positiven Nennungen im Zusammenhang mit dem Namen der Schauspieler gemessen. Da die Oscars jedoch kein Publikumspreis sind, sondern von einer Jury vergeben werden, ist die Prognosekraft der Twitter-Messung begrenzt. Im Bild: Anne Hathaway mit Hugh Jackmann in "Les Misérables"

Nominierte Darsteller für den Oscar

Beste Nebendarstellerin

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(Foto: Senator Filmverleih)

Jacki Weaver als Mutter Dolores in "Silver Linings" Die Australierin Jacki Weaver gehört dem Ensemble von "Silver Linings" an, das geschlossen in den vier Schauspielerkategorien nominiert wurde. Der Sohn (Bradley Cooper) hat eine psychische Störung, der Ehemann (Robert De Niro) hat bei seinem Footballteam Stadionverbot und seinen Job verloren. Mutter Dolores scheint die Einzige in der Familie, die die Dinge zusammenhält. Weavers Auftritt begeisterte Filmkritiker, doch der Oscar wäre angesichts der Konkurrenz eine Überraschung. Im Bild: Bradley Cooper, Jacki Weaver und Chris Tucker in "Silver Linings"

Nominierte Darsteller für den Oscar

Beste Nebendarstellerin

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(Foto: imago stock&people)

Sally Field als Mary Todd Lincoln in "Lincoln" Wie Jackie Weaver ist auch Sally Field bereits über 60. Sie hat außerdem bereits zwei Oscars gewonnen, nun ist sie für ihren dritten nominiert. Ihre neueste Rolle ist die Verkörperung der hysterischen Präsidentengattin Mary Todd Lincoln in Steven Spielbergs Polit-Drama.

Nominierte Darsteller für den Oscar

Beste Nebendarstellerin

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(Foto: dpa)

Amy Adams als Peggy Dodd in "The Master" Klappt es beim vierten Anlauf? Die 38-jährige Amy Adams war bereits drei Mal für den Oscar als Beste Nebendarstellerin nominiert (für "Junikäfer", "Glaubensfrage" und "The Fighter"). Als Frau von Sektengründer Lancaster Dodd hat Adams nun für "The Master" wieder die Chance auf die Trophäe. Im Bild: Amy Adams und Joaquin Phoenix in "The Master"

Nominierte Darsteller für den Oscar

Bester Nebendarsteller

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(Foto: Senator Filmverleih)

Robert De Niro als Vater Pat in "Silver Linings" Pat Junior (Bradley Cooper) und Pat Senior (Robert De Niro) sind jeder auf seine Weise verrückt, durchgeknallt, ringen mit dem Leben. Superstar De Niro hat schon viele Väter gegeben in den letzten Jahren, etwa den Dauergrantler Jack Byrnes in der "Meet the Parents"-Reihe mit Filmschwiegersohn Ben Stiller. Die Verkörperung des Football-Fanatikers und arbeitslosen Möchtegern-Gastronomen in "Silver Linings" bringt De Niro nun wieder einmal eine Oscar-Chance. Mehrmals nominiert, hat er den Oscar als Bester Nebendarsteller bisher erst einmal für "Der Pate II" gewonnen. Im Bild: Bradley Cooper und Robert De Niro in "Silver Linings"

Nominierte Darsteller für den Oscar

Bester Nebendarsteller

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(Foto: Senator Filmverleih)

Philip Seymour Hoffman als Lancaster Dodd in "The Master" Wenn er eine Nebenrolle übernimmt, müssen sich die Hauptdarsteller neben ihm behaupten und nicht umgekehrt: Philip Seymour Hoffman hat über die Jahre zahlreiche Nebenfiguren in Filmen wie "Magnolia", "Der talentierte Mr. Ripley" oder "Der Krieg des Charlie Wilson" unvergesslich gemacht. Den Oscar als Bester Hauptdarsteller gewann er für "Capote". Im diesjährigen Rennen gilt er aber eher als chancenlos. Im Bild: Joaquin Phoenix und Philip Seymour Hoffman in "The Master"

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Bester Nebendarsteller

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(Foto: Imago)

Alan Arkin als Lester in "Argo" Es ist eine abenteuerliche Geschichte, die Ben Affleck in "Argo" erzählt, wenn US-Bürger am Rande der berühmten Geiselnahme in Teheran 1979 aus dem Iran geschmuggelt werden sollen. Verrückte Vögel aus Hollywood helfen einem CIA-Agenten bei der Geheimaktion. Alan Arkin spielt einen von ihnen. Der schrullige Charakter könnte Arkin nun zu seinem zweiten Oscar als Bester Nebendarsteller verhelfen. Den ersten bekam er 2007 für "Little Miss Sunshine". Im Bild: John Goodman, Alan Arkin und Ben Affleck in "Argo"

Nominierte Darsteller für den Oscar

Bester Nebendarsteller

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(Foto: dpa)

Christoph Waltz als Dr. King Schultz in "Django Unchained" Der Deutsch-Österreicher Christoph Waltz gehört inzwischen zum Stammpersonal von Quentin Tarantino. Für "Inglorious Basterds" erhielt Waltz 2010 seinen ersten Oscar als Bester Nebendarsteller, nun ist er als Kopfgeldjäger Dr. King Schultz im Sklavereidrama "Django Unchained" im Rennen. Dies sorgt aber nicht nur für Begeisterung: Die Rolle, finden viele, ist alles andere als eine Nebenrolle. Der Vorwurf, dass das Django-Team Schultz/Waltz absichtlich herunterstufte, damit er in der Nebenkategorie bessere Oscar-Chancen hat, überschattet deshalb den Countdown. Im Bild: Christoph Waltz und Jamie Foxx in "Django Unchained"

Nominierte Darsteller für den Oscar

Bester Nebendarsteller

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(Foto: imago stock&people)

Tommy Lee Jones als Thaddeus Stevens in "Lincoln" Auch Tommy Lee Jones gehört zu den üblichen Verdächtigen bei internationalen Filmpreisen. Bei den Academy Awards wurde er bereits einmal als Bester Nebendarsteller ausgezeichnet, für "Auf der Flucht" 1994. Nun werden ihm für "Lincoln" wieder Chancen eingeräumt - diesmal für die Interpretation des sturen und radikalen Abolitionisten Thaddeus Stevens, dem die Pläne des Sklavereigegners Lincoln längst nicht weit genug gehen.

Nominierte Darsteller für den Oscar

Beste Hauptdarstellerin

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(Foto: Ben Richardson / MFA)

Quvenzhané Wallis als Hushpuppy in "Beasts of the Southern WIld" Sie ist die Jüngste, die jemals in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin für einen Oscar nominiert wurde: die neunjährige Quvenzhané Wallis. "Beasts of the Southern Wild", das bildgewaltige Debüt von Benh Zeitlin, überraschte im Winter weltweit Kinogänger und Kritiker. Im Mittelpunkt des Films ist die afroamerikanische Laiendarstellerin zu bewundern, die sich in den Naturgewalten der Sümpfe von Louisiana durchschlägt.

Nominierte Darsteller für den Oscar

Beste Hauptdarstellerin

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(Foto: picture alliance/dpa)

Emmanuelle Riva als Anne in "Amour/Liebe" Nicht nur die jüngste, sondern auch die älteste Nominierte hält die Kategorie Beste Hauptdarstellerin in diesem Jahr bereit. Emmanuelle Riva ist für das Altersdrama "Amour/Liebe" von Michael Haneke nominiert und feiert am Tag der Oscarverleihung ihren 86. Geburtstag. Bekannt wurde Riva einst durch "Hiroshima, mon amour" von Alain Resnais, in den letzten Monaten rührte sie als sterbende Anne an der Seite von Jean-Louis Trintignant ein Millionenpublikum weltweit. Ein Oscar für sie wäre ein seltener Erfolg des europäischen Autorenfilms bei den Academy Awards.

Nominierte Darsteller für den Oscar

Beste Hauptdarstellerin

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(Foto: Concorde Filmverleih)

Naomi Watts als Maria in "The Impossible" Weit mehr auf der Blockbuster-Schiene ist das Drama "The Impossible", das die wahre Geschichte einer jungen Familie während des katastrophalen Tsunamis in Thailand 2004 nacherzählt. Naomi Watts ist nun für ihre Rolle der Mutter in den Fluten nominiert, in der sie körperlich äußerste Qual zur Schau stellen musste. Es ist die zweite Oscar-Nominierung für Watts nach "21 Gramm" 2004. Damals ging sie leer aus.

Nominierte Darsteller für den Oscar

Beste Hauptdarstellerin

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(Foto: Senator Filmverleih)

Jennifer Lawrence als Tiffany in "Silver Linings" So schnell kann's gehen: Noch vor nicht allzu langer Zeit war Jennifer Lawrence völlig unbekannt, dann lief sie Gefahr, mit ihrer Rolle in der Teenager-Utopie "Die Tribute von Panem" als die jugendliche Heldin Katniss Everdeen abgestempelt zu werden. Dass ihr das nicht möglicherweise nicht gerecht wird, zeigte die heute erst 22-Jährige prompt: Nachdem sie schon vor zwei Jahren eine Oscar-Nominierung für den Independent-Film "Winter's Bone" einheimste, ist sie nun für die Darstellung der durchgeknallten Tiffany an der Seite von Cooper, De Niro und Weaver in "Silver Linings" erneut nominiert. Im Bild: Bradley Cooper und Jennifer Lawrence in "Silver Linings"

Nominierte Darsteller für den Oscar

Beste Hauptdarstellerin

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(Foto: HANDOUT/REUTERS)

Jessica Chastain als Maya in "Zero Dark Thirty" Ein Film und eine Rolle, die extrem spalten: Jessica Chastain mimt in "Zero Dark Thirty" die fiktive CIA-Agentin Maya, die sich jahrelang auf der Suche nach Osama Bin Laden durch Foltergefängnisse, Verhörvideos und Aktenberge arbeitet, bis sie schließlich den Leichnam des Terroristen mit eigenen Augen sehen darf. Den Golden Globe für diese Rolle gab es bereits vor einigen Wochen. 

Nominierte Darsteller für den Oscar

Bester Hauptdarsteller

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(Foto: Senator Filmverleih)

Bradley Cooper als Pat in "Silver Linings" Pat ist manisch-depressiv, hat den Liebhaber seiner Frau in der Dusche fast totgeprügelt und landet nach einem mehrmonatigen Aufenthalt in der Klinik bei seinen Eltern. Bradley Cooper, der vielen vor allem als trinkfester Kerl aus Buddy-Filmen wie "Hangover" bekannt ist, hat diese Rolle so zu der seinen gemacht, dass er nun zum ersten Mal auf einen Oscar hoffen darf. 

Nominierte Darsteller für den Oscar

Bester Hauptdarsteller

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(Foto: dpa)

Joaquin Phoenix als Freddie Quell in "The Master" Freddie Quell kommt aus dem Zweiten Weltkrieg zurück in die USA und findet sich nicht zurecht. Auf der Suche nach einem neuen Leben gerät der Veteran an den Sektengründer Lancaster Dodd (Philip Seymour Hoffman). Das folgende Psychodrama ist von der Kritik sehr gelobt worden - kam beim Publikum aber nicht so richtig an. Phoenix - bekannt für unangepasstes Verhalten - hat im Gespräch mit dem US-Magazin Interview kundgetan, dass er die Oscars "für Bullshit" hält. Ein Preis wäre nichtsdestotrotz wohl eine mehr als versöhnliche Geste der Academy.

Nominierte Darsteller für den Oscar

Bester Hauptdarsteller

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(Foto: Universal Pictures International)

Hugh Jackman als Jean in "Les Miserables" Comic-Verfilmungen wie "Wolverine", Historiendramen wie "Australia", Komödien wie "Movie 43" - Hugh Jackman macht alles mögliche, und da gerät leicht in Vergessenheit, dass der Australier schon in jungen Jahren als Musicaldarsteller agierte. Für die Neuverfilmung von "Les Misérables" hat er diese Erfahrungen wieder hervorgekramt. Mit dem Golden Globe wurde er dafür bereits belohnt, am 24. Februar wird sich zeigen, ob es auch für den ersten Oscar reicht.

Nominierte Darsteller für den Oscar

Bester Hauptdarsteller

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(Foto: Robert Zuckerman)

Denzel Washington als Whip in "Flight" Sekunden vor dem Aufprall: Pilot Whip sucht verzweifelt nach einem Landeplatz für sein Flugzeug - und er wird die Maschine erfolgreich auf den Boden bringen und fast allen Passagieren das Leben retten. Nur: Wie sich herausstellt, war Whip im Dienst von Alkohol und Drogen benebelt. Das Drama "Flight" lief im Januar in Deutschland an und könnte dem erfolgsverwöhnten Denzel Washington seinen dritten Oscar bescheren, nach dem Preis für den Besten Nebendarsteller in "Glory" 1989 und den Besten Hauptdarsteller in "Training Day" 2001.

Nominierte Darsteller für den Oscar

Bester Hauptdarsteller

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(Foto: AP)

Daniel Day-Lewis als Abraham Lincoln in "Lincoln" Er gilt als der absolute Favorit dieser Oscar-Verleihung: Daniel Day-Lewis hat in seiner Rolle des Abraham Lincoln unter der Regie von Steven Spielberg Kritiker wie Zuschauer überzeugt und steht in den Augen vieler damit kurz vor seinem dritten Oscar-Gewinn (nach "Mein linker Fuß" 1989 und "There Will Be Blood" 2007). Im Bild: Sally Field und Daniel Day-Lewis in "Lincoln"

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